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Traum von Titelverteidigung geplatzt Eishockey-Regionalligist ECW Sande unterliegt auch im zweiten Finalspiel

Gemeinsame Trauer nach dem verlorenen Finale: Artem Lesnikov mit Maskottchen „Haiko“.

Gemeinsame Trauer nach dem verlorenen Finale: Artem Lesnikov mit Maskottchen „Haiko“.

Daniel Sievers

Sande/Wilhelmshaven - Der Traum von der Titelverteidigung ist in der zweiten Verlängerung geplatzt: Eishockey-Regionalligist ECW Sande unterlag am Sonntagabend nach dem 1:3 in Braunlage auch im zweiten Finalspiel gegen die Harzer Falken und musste den Gäste aus Braunlage beim Feiern zusehen. Aus einem möglichen dritten Spiel am Gründonnerstag im Süden Niedersachsens wird nichts, die Saison ist beendet. „Die Mannschaft hat gekämpft und, nachdem wir in der regulären Saison immer wieder unsere Probleme hatten, in den Playoffs überzeugt“, sagte ECW-Trainer Nick Hurbanek nach einem Spiel, das den 706 Zuschauern einiges bot.

Nach individuellem Fehler in Rückstand

Begleitet von einer großen Fanschar bestimmten die Harzer Falken weite Teile des ersten Drittels. Lediglich in den ersten Minuten der Partie setzte der ECW offensive Akzente. Sehr unglücklich kam dennoch das erste Gegentor der „Jadehaie“ zustande. Artem Lesnikov verlor den Puck im Aufbauspiel. Die Falken spielten die daraus resultierende Überzahl clever aus.

In der Folge entwickelte sich eine Partie, die zwar von den Gästen bestimmt wurde, in der es die Braunlager aber auch verpassten, den zweiten Treffer nachzulegen. Die Nachlässigkeit wurde bestraft: Björn Bombis traf kurz vor Ende des zweiten Drittels zum glücklichen Ausgleich. Wie eine Initialzündung wirkte dieser Treffern auf die „Jadehaie“. Im Schlussdrittel erhöhte die Mannschaft von Trainer Hurbanek den Druck auf den Gegner und wurde belohnt. Vitalijs Jache, der ein richtiger Aktivposten beim ECW war, setzte sich auf der linke Seite durch und drosch den Puck zur ersten und einzigen Führung der Gastgeber in die Maschen.

Jache-Treffer bringt Haien die Verlängerung

Das Spiel hatte in der Folge aber erneut eine Wendung parat. Das einzige Überzahltor des Abends brachte zunächst den Ausgleich, wenig später gingen die Falken wieder in Front.

Dass die Gäste nicht schon nach Ablauf des Schlussdrittels jubeln durften, war erneut Jache zu verdanken, der sich gegen zwei Falken durchsetzte und zum 3:3 traf.

In beiden Verlängerungen agierten die Teams eher abwartend und darauf bedacht, nicht den entscheidenden Fehler zu machen. So endete das Nervenspiel erst in der 91. Minuten, als Regan Nagy mit seinem Treffer zum 4:3 seine Mannschaftskollegen und die Fans aus Braunlage jubeln ließ.

Bene-League noch kein Szenario für neue Saison

„Wir müssen sehen, wo wir herkommen und demütig bleiben. Immer wieder haben uns Verletzungen ausgebremst. Mit den Playoffs können wir sehr zufrieden sein“, fasste Hurbanek zusammen. Demütig bleibt der ECW auch mit Blick auf den immer wieder kolportierten „Umzug“ in die Bene-League. „Als die Gerüchte kursieren haben sich viele interessante Spieler gemeldet. Aber wir müssen auch schauen, was realistisch ist. Wir haben immer noch mehr Kühe und Schafe als Einwohner“, erteilte Hurbanek vorschnellen Schritten eine Absage.

Dennis Sandhorst
Dennis Sandhorst Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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