Sande - Dass der kleine Durchhänger des ECW Sande an diesem Samstagabend im letzten Heimspiel des Jahres ein Ende finden wird, daran dürfte wohl niemand zweifeln. Denn trotz drei Niederlagen in Folge ist der Tabellenführer der Eishockey-Regionalliga Nord ab 19.30 Uhr im Haifischbecken an der Weserstraße haushoher Favorit gegen das Schlusslicht Wunstorf Lions.
Auch in der aktuellen Saison stehen die Gäste vom Steinhuder Meer nach zehn Saisonspielen noch ohne einen einzigen Punktgewinn da – noch dazu mit einem niederschmetternden Torverhältnis von 15:93. Umso bemerkenswerter, dass die Wunstorfer, die kaum Akteure mit höherklassiger Erfahrung in ihren Reihen haben und schon in der vergangenen Saison als Aufsteiger abgeschlagen mit nur einem Punkt in der Hauptrunde Letzter geworden waren, weiter kein einziges Spiel abschenken.
Zum Vergleich: Der amtierende Meister aus Sande führt das Tableau trotz der momentanen Schwächeperiode mit 25 Zählern und 68:30 Treffern an. Gefolgt von den Harzer Falken (20/44:24), die allerdings drei Spiele weniger absolviert haben. Mit dem Verfolger aus Braunlage, der die ersten beiden Aufeinandertreffen gegen die Sander mit 5:2 und 3:2 nach Verlängerung gewonnen hat, bekommen es die Jadehaie dann in ihrem letzten Spiel des Jahres zu tun. Denn am Freitag, 29. Dezember, steigt um 20 Uhr im Wurmbergstadion das dritte Gipfeltreffen der Hauptrunde.
Doch noch liegt der Fokus bei den Jadehaien auf den Löwen aus Wunstorf, gegen die sie zu Saisonbeginn auswärts bereits zweimal klar gewinnen konnten (16:3 und 8:2). „Das Spiel wird auch eine Kopfsache für unsere Spieler“, wissen die ECW-Trainer Nick Hurbanek und Slava Koubenski angesichts der klaren Favoritenrolle. „Klar ist, dass wir nicht wieder anfangen dürfen, klein-klein zu spielen“, fordert Hurbanek: „Wunstorf wird wieder tief hinten drinstehen, sodass wir wenig Platz vor dem gegnerischen Tor haben werden. Umso wichtiger ist es, einfach zu spielen und die sich bietenden Torchancen konsequenter zu nutzen als zuletzt.“
Zwar sei das Spitzenspiel in der Vorwoche gegen die Falken schon eine klare Leistungssteigerung gegenüber den beiden vorherigen Pleiten gewesen. Doch trotz „eines wahnsinnigen Schussverhältnisses“ (Hurbanek), das mit 45:19 klar für die Jadehaie sprach, musste man sich Braunlage in Overtime geschlagen geben. Umso mehr hofft Hurbanek fortan auf mehr Konsequenz ihrer Schützlinge im Abschluss.
Verzichten müssen die Sander am Samstag auf den erkrankten Leistungsträger Marian Dejdar. Bis auf Weiteres steht zudem Mikus Noviks nicht mehr zur Verfügung. Der Stürmer muss den Grundwehrdienst in seiner lettischen Heimat antreten.
