Sande - Ihrer Favoritenrolle gerecht geworden sind die Eishockey-Spieler des ECW Sande im letzten Heimspiel des Jahres. Der Tabellenführer der Regionalliga Nord besiegte am Samstag Schlusslicht Wunstorf Lions mit 9:1 (2:0, 5:0, 2:1).
Vor 256 Zuschauern im Haifischbecken hatte der Puck bereits nach 47 Sekunden das erste Mal im Kasten der Gäste vom Steinhuder Meer eingeschlagen. Vitalijs Jache hatte zum frühen 1:0 eingenetzt. Doch so richtig Fahrt konnte der hohe Favorit noch nicht aufnehmen. „Der verschlafene Beginn ist schon länger ein Problem bei uns“, erklärte ECW-Coach Slava Koubenski, der in Abwesenheit von Nick Hurbanek diesmal allein am Spielfeldrand das Zepter in der Hand hatte: „Das ist bei uns so wie ein alter Diesel. Wir brauchen immer etwas, um warm zu werden und reinzukommen.“ Erst gegen Ende des ersten Durchgangs stellte ECW-Kapitän Sergejs Piskunovs auf 2:0 (20.).
Das Mitteldrittel läuteten die Hausherren dann mit einem Doppelpack binnen 30 Sekunden von Artjoms Tretjakovs und Piskunovs (24.) ein, ehe der Sander Kapitän mit seinem dritten Treffer des Abends (27.) sowie Jache (30.) und Tretjakovs (37.) mit ihrem jeweils zweiten Tor die Weichen endgültig auf ungefährdeter Heimsieg stellten.
Im Schlussdrittel ließen es die Sander dann aber wieder deutlich ruhiger angehen. Auf den Ehrentreffer der nie aufsteckenden Wunstorfer Lions durch Yannick Göpel (45.) ließen die Hausherren immerhin noch zwei Tore von Maximilian Herz (48./57.) zum 9:1-Kantersieg folgen.
„Die Wunstorfer haben bis zum Schluss gekämpft. So einfach war es für uns also nicht“, analysierte Koubenski, zudem sieht er wie schon bei den vorherigen drei Niederlagen in Folge weiter viel Steigerungspotenzial: „So haben wir in der Verteidigung und auch was die Fehlpässe angeht weiter Luft nach oben gelassen.“
Derweil hatte Wunstorfs Trainer Sebastian Steller Licht und Schatten bei seiner Mannschaft gesehen: „Wir haben im ersten Drittel gut verteidigt, aber unglücklicherweise kurz vor dem Ende noch das 0:2 kassiert. Im zweiten Drittel haben wir leider total den Faden verloren, zu schnell die nächsten Gegentore bekommen, die uns ein bisschen wie einen Hühnerhaufen haben dastehen lassen.“ Doch habe man im Schlussdrittel wieder besser dagegengehalten.
Indes ist das Sportjahr für den ECW Sande noch nicht beendet. Denn am Freitag, 29. Dezember, steigt um 20 Uhr im Wurmbergstadion das dritte Gipfeltreffen der Hauptrunde gegen die Harzer Falken. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen die Braunlager peilen die Jadehaie dabei vor großer Kulisse eine Revanche an.
ECW Sande - Wunstorf Lions 9:1 (2:0, 5:0, 2:1)
Tore 1:0 Jache (1. Minute/Vorlage Galwas, Tretjakovs), 2:0 Piskunovs (20./Jache), 3:0 Tretjakovs (24./Piskunovs, Lesnikov), 4:0 Piskunovs (24./Balakuns, Lesnikov), 5:0 Piskunovs (27./Jache), 6:0 Jache (30./Tretjakovs, Balakuns), 7:0 Tretjakovs (37./Piskunovs, Jache), 7:1 Göpel (45.), 8:1 Herz (48./Zubulis, Asmolski), 9:1 Herz (57./Tretjakovs, Zubulis).
Strafminuten 10 Sande – 16 Wunstorf.
Nächstes Spiel Harzer Falken - ECW Sande (Freitag, 29. Dezember, 20 Uhr, Wurmbergstadion).
