Sande - Vorhang auf zum letzten Spiel des Jahres, so heißt es an diesem Freitagabend für die Jadehaie des Eishockey-Regionalligisten ECW Sande. Und die Partie hat es in sich für den amtierenden Meister, schließlich geht es zum publikumsträchtigen Spitzenspiel gegen die Harzer Falken auf den Wurmberg. Gegen die gastgebenden Braunlager hat der aktuelle Tabellenführer der Nord-Staffel in dieser Saison noch nicht gewinnen können. Nach zwei vergeblichen Anläufen vor heimischer Kulisse in Friesland (2:5, 2:3 nach Verlängerung) wollen es die Sander nun auswärts besser machen. Anbully ist um 20 Uhr.

Abgehängt: ECW-Kapitän Sergejs Piskunovs (links) hat sich im letzten Heimspiel des Jahres gleich dreimal in die Torschützenliste eingetragen.

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Henning Busch
Sande

Zwar ist ein Fanbus mit Anhängern des ECW-Teams voll, doch wird es zwischen den Feiertagen angesichts eines mit bis zu 2500 Zuschauern wohl prall gefüllten Wurmbergstadions und dadurch auch sehr viel akustischem Gegenwind alles andere als eine einfache Aufgabe für die Gäste, sich für die ersten beiden Saisonniederlagen zu revanchieren. „Im Harz ist es immer schwierig zu spielen, die Partien sind da stets gut besucht, zudem ist es im Stadion kalt. Für unsere neuen Spieler wird es schon deshalb eine neue Erfahrung sein“, weiß ECW-Trainer Slava Koubenski. Er gibt sich aber kämpferisch: „Wir geben unser Bestens und haben in der letzten Saison dort gewonnen. Warum also nicht auch diesmal?“

Die Ausgangslage ist klar: Unabhängig vom Endstand dieses Kracherspiels können die Verfolger Beach Devils Timmendorf (24 Punkte), Adendorfer EC (22), Harzer Falken und Harsefeld Tigers (beide 21) den Sandern (28) die Spitzenposition in der auch durch Spielausfälle noch schiefen Tabelle vor dem Jahreswechsel nicht mehr streitig machen. Wobei um die Playoff-Teilnahme nach der Hauptrunde keine dieser Mannschaften bangen muss.

Bereiten die ECW-Trainer Nick Hurbanek (links) und Slava Koubenski (Mitte) schon in der neuen Saison die Sander Spieler auf internationale Gegner vor?

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Henning Busch
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Die Falken haben kurz vor Weihnachten auf ihre längere Personalnot reagiert und im tschechischen Verteidiger Patrik Rašín (kommt vom Ligarivalen Harsefeld) sowie im oberligaerfahrenen Stürmer André Gerartz (Herforder EV) zwei spielstarke Akteure nachverpflichtet. Derweil bangen die Sander gleich um die Einsätze mehrerer erkrankter Spieler. „Lange sind wir von der Grippewelle verschont geblieben, jetzt hat es auch uns erwischt“, bedauert ECW-Coach Nick Hurbanek. Während Mirco Ratajczak definitiv ausfällt, stehen hinter Marian Dejdar, Artur Galwas, Maximilian Herz und Aleksandrs Baburins dicke Fragezeichen.

„Das macht die Aufgabe im Harz, wo morgen Abend im Stadion die Hölle los sein wird, natürlich nicht einfacher. Zumal unser Training durch die Ausfälle natürlich nicht optimal war“, erklärt Hurbanek: „Dennoch fahren wir da nicht hin, nur um uns gut zu präsentieren. Wir wollen vielmehr Punkte holen. Daher benötigen die verbliebenen Spieler die nötige Einstellung und müssen versuchen, von Beginn an gut reinzukommen.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)