Sande - Die Besten kommen zum Schluss: Der 14. Spieltag in der Eishockey-Regionalliga Nord ist am Sonntagabend mit dem Gipfeltreffen zwischen den beiden bislang punktetechnisch erfolgreichsten Teams der laufenden Hauptrunde beendet worden. Am Ende zog der ECW Sande im turbulenten Top-Duell „Ostsee gegen Nordsee“ beim Club für Eissport Timmendorfer Strand knapp mit 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) den Kürzeren und rutschte vorerst auf den zweiten Platz ab.
„Dennoch haben unsere Jungs ein gutes Spiel gemacht“, bilanzierte das Sander Trainerduo Nick Hurbanek und Slava Koubenski. „Leider haben wir vergessen, weitere Tore zu erzielen. Chancen dazu hatten wir reichlich“, ergänzte Hurbanek.
Komplett auf Augenhöhe
Dabei war schon das erste Drittel vor 687 Zuschauern komplett auf Augenhöhe verlaufen – ohne dass der Puck allerdings im Tornetz zappelte. Zwar hatten sich beide Mannschaften diverse Chancen herausgespielt, doch leisteten auch die Verteidiger und Goalies beider im jeweiligen Verbund stark verteidigenden Teams ganze Arbeit. So leuchtete nach den ersten 20 Spielminuten noch immer ein 0:0 auf der Anzeigentafel auf.
Von Müdigkeit bei den Hausherren, die im Gegensatz zu den Sandern bereits am Freitagabend in einem weiteren Spitzenspiel bei den Harzer Falken (1:3) in Braunlage gefordert waren, keine Spur. Derweil mussten die Jadehaie in Marian Dejdar (Leiste) auf einen verletzten Leistungsträger sowie auf den gesperrten Ernests Azarevics verzichten.
Starke Torhüter
Mitte des zweiten Durchgangs hatten die Sander und ihre mitgereisten Haie-Fans aber Grund zum Jubeln. Auf Vorlage von Vladislavs Balakuns und Artjoms Tretjakovs traf Artur Galwas zur Führung (31.). Doch die Timmendorfer schlugen nur wenig später zurück. Nach Vorarbeit des Liga-Topscorers Brett Mennear glich Kenneth Schnabel aus (35.). Weitere gefährliche Torschüsse auf beiden Seiten wurden abgeblockt oder landeten in den Fanghänden der reaktionsschnellen Maksims Cmutovs (Sande) und Ryan Bontorin (Timmendorf).
Somit musste im Schlussdrittel die Entscheidung über einen möglichen Wechsel an der Tabellenspitze fallen. Dabei war den viel Druck entwickelnden Timmendorfern weiter anzumerken, dass sie den Platz an der Sonne unbedingt erstmals übernehmen wollten. Und tatsächlich gelang Tobias Bruns der 2:1-Führungstreffer (45.). „Da haben wir nach dem Bully leider in der eigenen Zone die Position verloren und sind so unglücklich in eine Unterzahlsituation geraten“, bedauerte Hurbanek.
Sander versuchen alles
Die Sander versuchten danach alles, um per Ausgleich noch die Verlängerung zu erzwingen. In der Endphase nahmen sie Keeper Cmutovs zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch die Scheibe schlug nicht mehr im gegnerischen Tor ein. Im Gegenteil: Auf der anderen Seite brachte ein Penaltytreffer von Patrick Saggau Timmendorf endgültig auf die Siegerstraße (59.).
Dennoch: „Im Großen und Ganzen können wir nicht meckern über die Leistung unserer Mannschaft“, betonte Hurbanek: „Und wenn wir das nächste Mal in Timmendorf die Chancen besser nutzen, ist dort in jedem Fall mehr drin.“
Weiter geht es für die Jadehaie mit einem kräftezehrenden Doppelspiel-Wochenende. Zunächst ist der amtierende Meister am kommenden Freitag (20 Uhr, Walter-Maack-Eisstadion) beim Tabellenvierten Adendorfer EC gefordert. Am Sonntag folgt im Haifischbecken an der Weserstraße das erste Heimspiel des neuen Jahres. Zu Gast sind dann ab 19 Uhr die Harsefeld Tigers.
Beach Devils Timmendorf - ECW Sande 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
Tore 0:1 Galwas (31. Minute/Vorlage Balakuns, Tretjakovs), 1:1 Schnabel (35./Mennear), 2:1 Bruns (45.), 3:1 Saggau (59./Penalty).
Strafminuten 10 Timmendorf – 4 Sande + 5 Kubara (57./nach Faustkampf mit Timmendorfer Spieler).
Zuschauer 687.
Nächste Spiele Adendorfer EC - ECW Sande (Freitag, 20 Uhr, Walter-Maack-Eisstadion), ECW Sande - Harsefeld Tigers (Sonntag, 19 Uhr, Eishalle Weserstraße).
