Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

ECW Sande feiert Heimsieg gegen Harzer Falken Spitzen-Spektakel im Haifisch-Tollhaus

Jubeltraube vor der Haie-Fankurve: Gemeinsam mit ihren lautstarken Anhängern feierten die Eishockey-Spieler des ECW Sande (blaue Trikots) beim Heimerfolg gegen die Harzer Falken.

Jubeltraube vor der Haie-Fankurve: Gemeinsam mit ihren lautstarken Anhängern feierten die Eishockey-Spieler des ECW Sande (blaue Trikots) beim Heimerfolg gegen die Harzer Falken.

Henning Busch

Sande - Das nächste dicke Ausrufezeichen im Titelkampf der Eishockey-Regionalliga haben die Jadehaie am Samstagabend gesetzt. In einem absolut packenden Gipfeltreffen mit Playoff-Atmosphäre feierte der ECW Sande als Mannschaft der Stunde am Samstagabend vor 504 Zuschauern dank eines 5:3 (1:2, 1:0, 3:1)-Erfolgs gegen Titelverteidiger Harzer Falken den elften Sieg in Folge. Und so kam es dazu:

Der Respekt

In einem von beiden Seiten mit viel Intensität und Tempo geführten Topspiel der beiden besten Teams der Nordstaffel hatten die Jadehaie die Braunlager von Beginn an mit frühem Pressing bearbeitet. Doch die Falken-Verteidigung stand sicher und leitete nach Puckgewinnen immer wieder schnelle Konter ein. So musste ECW-Goalie Maksims Cmutovs im ersten Drittel öfter seine Fanghand ausfahren als sein Gegenüber.

„Die Braunlager sind besser reingekommen“, analysierte ECW-Coach Nick Hurbanek: „Vielleicht hatten unsere Jungs da noch etwas zu viel Respekt.“

Im ersten Powerplay waren die Hausherren dann nahe dran am Führungstreffer. Doch die Gäste überstanden die Unterzahl und profitierten kurz nach dem Auffüllen von der Strafbank von einem Zusammenprall zweier Sander in der Rückwärtsbewegung. Aus der daraus entstandenen 3:1-Überzahlsituation vor dem ECW-Tor resultierte die Führung der Braunlager durch Regan Nagy (14.).

Doch die Hausherren schlugen schnell zurück. Sergejs Piskunovs versenkte die Scheibe im Nachsetzen im Falkennetz und ließ sich danach vor der vor Freude eskalierenden Haie-Fankurve für den Ausgleich feiern (16.).

Auf einen Schlagschuss der Gäste von der blauen Linie, bei dem der Puck von Cmutovs Oberkörper direkt vor den Schläger von Filip Mrava prallte, folgte die erneute Braunlager Führung (19.).

„Wir haben in der ersten Pause ein paar Sachen angesprochen, die uns nicht so gut gefallen haben“, erklärte Hurbanek, der die Mannschaft gemeinsam mit Trainerkollege Slava Koubenski daran erinnerte, dass man die Gäste auf dem Eis auch zeigen müsse, in wessen Zuhause man aufeinander trifft: „Und ab dem zweiten Drittel lief es dann auch noch besser.“

Die Explosivität

So verlief das Spitzenspiel fortan noch ausgeglichener – mit Chancen hüben wie drüben. Wie explosiv es auf dem Eis zur Sache ging, zeigte ein hart geführter Kampf um den Puck direkt an der Bande, bei dem sogar ein Plexiglas-Element aus der Verankerung sprang. Die Partie musste für mehrere Minuten unterbrochen werden, ehe der Schaden per Akkuschrauber und Hammer behoben werden konnte.

Mitte des zweiten Drittels setzten die Falken die Sander lange in deren Hälfte fest – allerdings ohne zählbaren Ertrag. Dann sorgte ein von Marian Dejdar und Piskunovs eingeleiteter ECW-Konter für den umjubelten Sander Ausgleich. Artjoms Tretjakovs traf aus kurzer Distanz – 2:2 (34.).

Das Antreiben

Im Schlussdrittel legten die Haie-Fans lautstärketechnisch dann noch ein paar Dezibel drauf, was den Hausherren zusätzlichen Rückenwind gab. Nach einem Schlenzer vors Falken-Gehäuse von Toms Bärens staubte Artur Galwas zum 3:2 ab (54.). „Die dritte Reihe mit Galwas, Maier und Asmolski war diesmal unser Matchwinner“, lobte Hurbanek. Und so kam es in der turbulenten Schlussphasen noch besser aus Sicht der Haie. Schließlich musste Braunlage angesichts des Rückstands bereits zwei Minuten vor dem Ende „all in“ gehen und seinen Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nehmen. Doch Tretjakovs luchste einem Gegenspieler im Aufbau den Puck ab und traf ins verwaiste Tor – 4:2 (59.). Die Vorentscheidung? Noch nicht!

So verkürzten die Falken 44 Sekunden vor der Schlusssirene durch Bastian Schirmacher tatsächlich noch mal auf 4:3. Aber Dejdar verwandelte 13 Sekunden vor Abpfiff mit dem 5:3 ins leere Falken-Gehäuse das Haifischbecken endgültig in ein Tollhaus. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, schallte es von den Rängen.

Das Fazit

„Letztlich haben alle drei Reihen einen guten Job gemacht“, lobte Hurbanek abschließend: „Und unser Sieg in diesem starken Duell auf Augenhöhe war verdient.“

Die Absage

Unterdessen ist das für diesen Sonntag angesetzte Heimspiel des ECW Sande gegen den Hamburger SV kurzfristig abgesagt worden. Am frühen Vormittag hatten die HSV-Verantwortlichen die Jadehaie und den Staffelleiter darüber informiert, dass sie verletzungs- und krankheitsbedingt keinen Torhüter aufbieten können. Äußerst fraglich ist angesichts des Terminmangels vor dem Beginn der Playoffs, ob die Partie überhaupt nachgeholt werden kann. „Ich halte das nicht für realistisch“, erklärte ECW-Coach Nick Hurbanek. Wahrscheinlich erfolge eine Wertung am grünen Tisch gegen den HSV wegen Nichtantritts.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Podcast
Verlässt im Sommer den VfB: Marcel Appiah

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Warum der VfB Oldenburg seine Verjüngungskur vorantreibt

Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens
Mit der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene wird auch Jugendlichen suggeriert, dass Kiffen in Ordnung ist.

DROGENKONSUM BEI JUGENDLICHEN Die Reifung von Hirn und Emotionen bleibt beim Kiffen auf der Strecke

Anja Biewald
Oldenburg
Die Baskets Oldenburg um Alen Pjanic (links) können in der Tabelle klettern. Vechta und Wes Iwundu fehlen noch ein Sieg im Playoff-Rennen.

BASKETBALL-BUNDESLIGA Das ist für Baskets Oldenburg und Rasta Vechta noch drin

Niklas Benter
Oldenburg