Sande - Zum Auftakt einer englischen Woche haben sich die Jadehaie in einen echten Torrausch gespielt. Keine 24 Stunden nach dem 12:2-Kantersieg gegen das Schlusslicht Wunstorf Lions deklassierte der Tabellenzweite der Eishockey-Regionalliga Nord auch die Weserstars Bremen. Beim 18:3 (3:0, 8:1, 7:2)-Schützenfest am Sonntagabend vor 417 Zuschauern im heimischen Haifischbecken schlug die Hartgummischeibe im Schnitt fast alle drei Spielminuten im Kasten des mächtig vom Eis gefegten Vorletzten ein.

„Unsere Jungs haben den Puck gut laufen lassen und das Ganze trotz der schnell hohen Führung bis zum bitteren Ende für die Gäste durchgezogen“, lobte ECW-Trainer Nick Hurbanek den extrem torhungrigen Auftritt der Jadehaie: „Daher brauchten wir in den Drittelpausen diesmal auch gar nicht viel zu sagen.“ Man habe es einfach laufen lassen und den drei Reihen viel Spielraum gelassen.

Das muntere Scheibenschießen hatte Tim Maier (4. Minute) eröffnet. Am Ende trug sich Artjoms Tretjakovs viermal in die Torschützenliste ein. Ebenfalls mehrfach netzten ECW-Topscorer Vladislavs Barkovskis (3) sowie Tim Maier, Artur Galwas, Marian Dejdar, Ivan Rohac und Normunds Vibans (alle 2). Einen Treffer steuerte noch Silvestrs Selickis bei.

Bereits an diesem Mittwochabend sind die Jadehaie wieder gefordert – allerdings gegen ein anderes Liga-Kaliber. Das Auswärtsspiel beim Playoff-Kandidaten Adendorfer EC beginnt um 19 Uhr. „Das wird eine ganz andere Nummer“, ist sich Hurbanek sicher. So ist die bisherige Saisonbilanz gegen das Team von AEC-Coach Troy Stephens ausgeglichen. Anfang November brachten die Adendorfer den Jadehaien mit 3:2 die bislang einzige Heimniederlage bei. Am 21. Januar revanchierten sich die Sander mit einem 6:3-Heimsieg.

Nun geht es erstmals in der Hauptrunde zum heimstarken AEC an den Salzgittersee. „Die Adendorfer haben viele Fans hinter sich und außerdem am Sonntag in Salzgitter deutlich mit 1:7 verloren“, rechnet Hurbanek jetzt mit einer Trotzreaktion der Hausherren: „Sie werden sich gegen uns nun ganz anders präsentieren wollen.“

Auch nach diesem Nachholspiel gibt es keine Verschnaufpause für die Sander. Schließlich folgt am kommenden Wochenende zum Abschluss der kräftezehrenden englischen Woche noch der attraktive Heimspiel-Doppelpack gegen Spitzenreiter Harzer Falken (Samstag, 19.30 Uhr) und den Tabellensechsten Hamburger SV (Sonntag, 19 Uhr).

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)