Sande - Ihrer klaren Favoritenrolle voll gerecht geworden sind am Samstag die Eishockey-Spieler des ECW Sande. So schoss der Tabellenzweite der Regionalliga Nord vor 360 Zuschauern im Haifischbecken einen 12:2 (5:1, 4:0, 3:1)-Kantersieg gegen Schlusslicht Wunstorf Lions heraus. Als vierfacher Torschütze glänzte beim achten Sieg in Folge Topscorer Vladislavs Barkovskis, während Kapitän Sergejs Piskunovs drei Treffer beisteuerte.

„Nur im ersten Drittel haben die Jungs unsere Vorgaben nicht hundertprozentig umgesetzt“, bilanzierte ECW-Trainer Nick Hurbanek. Dabei waren die Hausherren durch Piskunovs früh mit 1:0 in Front gegangen (4. Minute), ehe sie durch Frederik Schultz den Ausgleich des Aufsteigers hinnehmen mussten (8.). Zwar sorgten im Anschluss Piskunovs (11.), Barkovskis (17.), Marian Dejdar (18.) und Artur Galwas (20.) für eine komfortable 5:1-Führung nach dem ersten Durchgang. Doch war das Sander Trainerduo Hurbanek/Slava Koubenski nicht ganz zufrieden mit dem Auftritt.

„Wir haben in der Kabine ein paar Worte gesagt, um ein paar Kleinigkeiten zu ändern“, erklärte Hurbanek: „Das war im Angriff teilweise noch zu verspielt, und im eigenen Drittel mitunter zu schludrig, so dass wir den Puck da manchmal nicht vernünftig rausbekommen haben.“ Einen solchen Schlendrian dürfe man sich gegen stärkere Kaliber der Liga wie den Adendorfer EC oder die Harzer Falken, gegen die es in der nächsten Woche geht, nicht leisten. Die würden solche ungewollten Einladungen nämlich dankend annehmen und bestrafen.

Gegen die Wunstorf Lions schraubten die Jadehaie die Führung im zweiten Drittel dank Treffern von Asmolski (25.), Piskunovs (26.), Barkovskis (30.) und Tretjakovs (39.) auf 9:1 aus. Ein kleiner Aufreger aufseiten der Sander war die aus ihrer Sicht völlig überzogene Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe gegen Ivan Rohac. Der hatte nach einem Pfiff des Unparteiischen den Puck zunächst noch weggeschossen, ihn dann nach Aufforderung aber zurückgebracht und vor dem Schiedsrichter auf den Boden gelegt. Der Referee wertete dies als kleine Provokation, was wiederum Hurbanek derart aufregte, dass er eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, die Galwas für ihn absaß (35.).

Im Schlussdurchgang stellten Holiga (43.) und Barkovskis (47.) gar auf 11:1, ehe Wunstorfs Schultz das 11:2 markierte (50.). Den Schlusspunkt setzte Barkovskis mit dem 12:2-Endstand (51.). „Alle drei Angriffsreihen haben ihre Sache gut gemacht“. lobte Hurbanek. Etwas Spielpraxis konnte in der Schlussphase derweil noch Sandes Matthias Schütte sammeln, der für Goalie Maksims Cmutovs zwischen die Pfosten rückte (54.) und seinen Kasten dabei sauber hielt.

Bereits an diesem Sonntagabend sind die Jadehaie wieder zu Hause gefordert. Um 19 Uhr erfolgt das Anbully im Nordderby gegen die Weserstars Bremen.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)