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Perfekter Start ins Playoff-Finale Jetzt fehlt Sande nur noch ein Sieg zum Titel

Für Jubelstimmung im Haifischbecken sorgten am Sonntag die Eishockey-Spieler des ECW Sande beim umkämpften ersten Spiel der Finalserie gegen den Adendorfer EC.

Für Jubelstimmung im Haifischbecken sorgten am Sonntag die Eishockey-Spieler des ECW Sande beim umkämpften ersten Spiel der Finalserie gegen den Adendorfer EC.

Daniel Sievers

Sande - Bereits eine Hand am Pott haben die Eishockey-Spieler des ECW Sande. Am Sonntagabend setzten sich die Jadehaie im von beiden Seiten extrem intensiv geführten Spiel eins der Final-Serie vor heimischer Kulisse mit 5:1 (2:1, 1:0, 2:0) gegen den Adendorfer EC durch. Die Gäste aus der Lüneburger Heide hatten zuvor am Freitagabend im dritten Halbfinalspiel überraschend den Titelverteidiger Harzer Falken mit 3:2 aus dem Titelkampf katapultiert. Damit gibt es in dieser Saison der Regionalliga Nord in jedem Fall einen neuen Meister.

Und dieser wird in der finalen „Best of three“-Serie am kommenden Wochenende ermittelt. Gewinnen die Sander am Freitag (20 Uhr) auch Spiel zwei in Adendorf, wäre der Titelgewinn bereits perfekt. Gleicht der AEC indes durch einen Heimerfolg zum 1:1 aus, steigt am Sonntag, 26. März, ab 19 Uhr in der Eishalle Sande das alles entscheidende Kräftemessen zwischen den beiden spielstarken Teams.

Duell auf Augenhöhe

Am Sonntag hatten sich die Jadehaie und Heidschnucken vor offiziell 564 Zuschauern (gefühlt waren es 900), darunter auch viele AEC-Fans, lange ein Duell auf absoluter Augenhöhe geliefert. „Chancen gab es auf beiden Seiten, aber wir hatten die besseren, von denen wir leider einige nicht genutzt haben“, sagte ECW-Coach Nick Hurbanek.

Den Führungstreffer von ECW-Kapitän Sergejs Piskunovs (10. Minute) beantworteten die Adendorfer mit dem 1:1 durch Boris Drozd (15.). Doch nur zwei Minuten später brachte Ivan Rohac die Hausherren wieder in Front (16.).

Auch im zweiten Drittel schenkten sich beide Teams auf dem Eis keinen Zentimeter. Verbissen wurde um jeden Puck gekämpft und der im Scheibenbesitz befindliche Spieler sofort attackiert. Beide Mannschaften gingen hohes Tempo, waren bissig in Zweikämpfen und Laufduellen.

In der 22. Minute rettete ECW-Goalie Maksims Cmutovs im Eins-gegen-Eins die knappe Führung. Dann hatten die Hausherren eine Doppelchance (28.), ehe hinten Cmutovs wieder mit der Fanghand zupacken musste.

Ein Wembley-Tor

Dann sorgte Sandes Vladislavs Barkovskis bei einem Konter mit einem Schuss an die Unterkante der Latte für großen Jubel bei den Haie-Fans, denn der Puck schien als Abpraller die Torlinie überschritten zu haben, doch die Schiedsrichter gaben das „Wembley-Tor“ nach langer Beratung nicht.

Später kassierten die Gäste zwei Strafzeiten in Folge (33., 34.). Die zeitweise doppelte Überzahl konnte Sande zwar nicht nutzen, weil AEC-Keeper Adam Beukeboom mehrmals reaktionsschnell im Weg stand. Dann war es aber so weit: Artur Galwas netzte auf Zuspiel von Vladislavs Balakuns zum 3:1 ein (36.).

Mit einem Pfostenkracher von der blauen Linie läutete Normunds Vibans das letzte Drittel für die Hausherren ein (45.). Als Vitalijs Jache eine Strafe absitzen musste, kamen die Jadehaie trotz einem Mann weniger auf dem Eis fast zum vierten Treffer (47.). Zwei Minuten später zog Barkovskis ab. Den strammen Schuss konnte der AEC-Goalie noch parieren, doch Dejdar schlenzte den Abpraller mit der Rückhand gekonnt ins Tor (49.).

Kurz darauf vollendete Tim Maier einen überfallartigen Konter zum 5:1 (51.). Die Vorentscheidung. Während die Haie-Fans „Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“ skandierten, nahmen die Gäste sofort eine Auszeit. Aber ihnen sollte danach kein Anschlusstreffer mehr gelingen. Zwar herrschte in doppelter Unterzahl (52.) Belagerungszustand vor dem ECW-Gehäuse, doch machte der wieder einmal glänzend aufgelegte Cmutovs seinen Kasten dicht.

Zwischendurch Bedenken

„Unsere Jungs haben das gut gemacht. Doch weil wir einige hochkarätige Chancen ausgelassen haben, hatte ich zwischendurch doch Bedenken, dass die Partie den dafür typischen Verlauf nehmen würde. Wir erspielen uns vorne zu wenig Ertrag und bekommen hinten ein oder zwei rein“, gab Hurbanek zu. Der Ausgleich der Gäste zum 1:1 sei zum Beispiel „ein kleines Geschenk“ gewesen: „Da haben wir hinten keine gute Arbeit gemacht. Aber unsere Mannschaft hat immer weiter gearbeitet und wurde letztlich dafür belohnt. Am Freitag wollen wir in Adendorf wieder ein gutes Spiel abliefern, wobei das noch mal eine andere Herausforderung vor vollem Haus werden wird. Aber natürlich fahren wir dahin, um zu gewinnen!“

Die Statistik

Playoff-Finale, Spiel 1: ECW Sande - Adendorfer EC 5:1 (2:1, 1:0, 2:0)

Tore 1:0 Piskunovs (10. Minute), 1:1 Drozd (14./Vorlage Andryushchenko, Deminaniuk), 2:1 Rohac (16./Jache, Bärens), 3:1 Galwas (36./Balakuns, Mamajs), 4:1 Dejdar (49./Barkovskis, Vibans), 5:1 Maier (51./Galwas, Balakuns).

Strafminuten 12 Sande – 12 Adendorf.

Zuschauer 564.

Nächste Spiele Spiel 2: Adendorfer EC - ECW Sande (Freitag, 20 Uhr); mögliches Spiel 3: ECW Sande - Adendorfer EC (Sonntag, 19 Uhr, Eishalle Sande).

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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