Sande - In ihren blauen Heimtrikots haben die Eishockey-Spieler des ECW Sande am Samstagabend ihre noch weiße Weste in der Regionalliga Nord bewahrt. Bis zum 3:2 (2:2, 1:0, 0:0)-Erfolg vor offiziell 525 Zuschauern war es in der von beiden Seiten intensiv und auf hohem Niveau geführten Partie gegen die Beach Devils Timmendorf allerdings ein hartes Stück Arbeit – trotz eines Blitzstarts.
„Unsere Jungs haben den Plan gut umgesetzt, bis zum Schluss unser System durchgespielt und auch gut in der defensiven Zone gestanden. Daher können wir zufrieden sein“, bilanzierte ECW-Coach Nick Hurbanek: „Alle Reihen inklusive Torhüter haben gut gearbeitet.“
Jadehaie zeigen Charakter
Ins selbe Horn stieß sein Trainerkollege Slava Koubenski: „Es war schwer für uns gegen eine gute Timmendorfer Mannschaft, die uns das ganze Spiel über geprüft hat. Aber wir sind mit zwei Toren gut gestartet, haben dann zwar zwei schnelle Gegentore bekommen, die Partie danach aber mit Charakter gedreht.“
Doch von vorn: Mit einem Doppelschlag binnen 70 Sekunden hatte der stark aufspielende Routinier Marian Dejdar die Jadehaie mit 2:0 in Front gebracht (4. Minute). Doch die Freude währte nur kurz, denn Timmendorfs Zugang Jonah Henderson (Weserstars Bremen) verkürzte postwendend auf 2:1 (4.), ehe in Brett Mennear (ERSC Amberg) ein weiterer neuer nordamerikanischer CET-Stürmer sogar zum 2:2 ausglich. Da waren noch nicht mal zehn Minuten gespielt. „Wir wussten um Timmendorfs Qualitäten, dass sie jederzeit in der Lage sind, ins Spiel zurückzukommen“, erläuterte Hurbanek.
Zuschauer kommen auf Kosten
Der Siegtreffer der Sander im heimischen Haifischbecken fiel bereits in der 28. Minute, als ECW-Kapitän Sergejs Piskunovs nach Vorarbeit von Artjoms Tretjakovs und Vitalijs Jache das 3:2 erzielte. Während die Jadehaie im Anschluss weitere Chancen ungenutzt ließen und auch einen Aluminiumtreffer zu verzeichnen hatten, gingen auch die Gäste leer aus, wobei sie zweimal Pech bei Pfostentreffern hatten. „Die Partie hätte auch 6:3 oder 7:4 ausgehen können“, erklärte Hurbanek. Es sei ein gutes Spiel für die Zuschauer gewesen.
„Wir wurden gegen einen der beiden Top-Favoriten auf den Titel zu Beginn kalt erwischt, haben es danach jedoch besser in den Griff gekriegt“, analysierte CET-Headcoach Sven Gösch: „Unterm Strich ist der Sander Sieg vollkommen verdient, denn wir haben extrem viele Schüsse aufs Tor bekommen. Dennoch können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“
ECW Sande - CE Timmendorfer Strand 3:2 (2:2, 1:0, 0:0)
Tore 1:0 Dejdar (3. Minute/Vorlage Maier, Herz), 2:0 Dejdar (4./Allouchery, Kubara), 2:1 Henderson (4./Saggau, Bite), 2:2 Mennear (10./Schnabel, Henderson), 3:2 Piskunovs (28./Tretjakovs, Jache).
Strafminuten 6 Sande – 8 Timmendorf.
Nächstes Spiel Salzgitter Icefighters - ECW Sande (Sonntag, 18.30 Uhr).
