Sande - Die Vorfreude ist groß, die Aufgaben sind es allerdings auch: So steht der ECW Sande vor einem richtig knackigen Doppelspiel-Wochenende in der Eishockey-Regionalliga Nord. Zunächst sind die Jadehaie an diesem Freitagabend (19.30 Uhr) beim formstarken Hamburger SV im „Palast der Winde“ in Stellingen gefordert. Keine 48 Stunden später steht dann in der heimischen Eishalle an der Weserstraße das Gipfeltreffen gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Harzer Falken auf dem Programm. Das Eröffnungsbully am Sonntag erfolgt um 19 Uhr.

Der HSV, der über viele junge und gut ausgebildete Spieler in seinen Reihen verfügt, hatte am vergangenen Freitag mit einem 4:0-Erfolg beim Vizemeister Adendorfer EC aufhorchen lassen. Die einzigen beiden Importspieler bei den Hamburgern sind die Ukrainer Ivan Savchenko und Ihor Shamanskyi.

Am 21. Oktober waren die Jadehaie und die Rautenträger bereits einmal im Haifischbecken aufeinandergetroffen. Damals gewann der ECW Sande mit 6:2 gegen die Gäste von der Elbe. „Wir wissen aber, dass es in Hamburg schwer wird. Zum einen kommen unsere Jungs direkt von der Arbeit, ehe es in den Bus für die Fahrt nach Hamburg geht“, erläutert ECW-Coach Nick Hurbanek: „Zum anderen treffen wir diesmal auf einer großen Eisfläche auf einen läuferisch starken Gegner, der immer wieder mit langen Pässen versucht, das Mitteldrittel schnell zu überbrücken.“

Fraglich ist indes, ob die Sander Routiniers Marian Dejdar und Tim Maier dem amtierenden Meister von der Jade zur Verfügung stehen. Beide waren unter der Woche erkrankt und lagen flach. Auch ob es zumindest zum Spitzenspiel am Sonntag reicht, bleibe laut Hurbanek abzuwarten.

Fakt ist: Während die Jadehaie ihre ersten sieben Saisonspiele allesamt gewonnen haben, sind die Harzer Falken bereits fünfmal als Sieger vom Eis gegangen. Eine Serie wird also reißen.

„Nach der Partie wissen wir genauer, wo wir stehen“, sagt der ECW-Coach. Selbst wenn es erst in den Playoffs im März in den Duellen zwischen den Spitzenteams der Liga richtig ernst wird, wollen die Jadehaie vor allem vor heimischer Kulisse schon mal eine weitere Duftmarke setzen. „Gerade zu Hause wollen wir auch unseren Fans zeigen, dass wir bereit sind“, bestätigt Hurbanek.

Im Gegensatz zu den Sandern hat es im Kader der Gäste aus Braunlage im Sommer kaum Veränderungen gegeben. Auffälligste Spieler bei den Harzern sind der kanadische Torjäger Regan Nagy und Stürmer-Neuzugang Christoph Koziol vom Oberligisten Hannover Scorpions. „Die Falken haben drei gute Reihen und auch pucktechnisch eine starke Truppe“, weiß Hurbanek natürlich, was auf die Sander Kufencracks zukommt.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)