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NWZonline.de Sport

Oldenburg Gegen Wolfsburg: Eklat bei VfB-Niederlage im Spitzenspiel

11.04.2016

Oldenburg Als alle Protagonisten noch darüber nachgrübelten, was das Gipfeltreffen der Meisterschaftsanwärter aus Oldenburg und Wolfsburg in der Fußball-Regionalliga zu einem Duell mit äußerst turbulenten Begleiterscheinungen gemacht hatte, versuchte Klaus Berster als VfB-Ehrenpräsident zu retten, was noch zu retten war. „Ich verbürge mich dafür, dass nichts passiert“, sagte der 80-Jährige im Spielertunnel zu VfL-Sportdirektor Pablo Thiam, der nach dem 2:1 (1:0)-Sieg seiner U 23 unschlüssig war, ob er mit Trainer Valerien Ismael den Weg aus dem sicheren Bereich unter der Tribüne durch die Schar der wartenden VfB-Fans wagen sollte.

„Es gab unschöne Szenen von beiden Seiten“, sagte Ismael schließlich, nachdem die sportliche Führung beider Clubs einen Umweg über die Tribüne und unter Ordner-Schutz zur Pressekonferenz zurückgelegt hatte. Er deutete damit nur vage an, was sich zuvor in insgesamt mehr als 100 Minuten vor 4354 Zuschauern im Marschwegstadion abgespielt hatte.

„Aus dieser Niederlage werden wir noch mehr Kraft ziehen. Meine Mannschaft möchte nicht, dass das belohnt wird“, sagte VfB-Coach Dietmar Hirsch und meinte damit Dinge, die seiner Meinung nach dazu geführt hätten, dass das Spitzenduell nach einer guten Stunde aus dem Ruder lief.

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Diskriminierung und Rassismus haben beim VfB Oldenburg keinen Platz – weder auf dem Rasen, noch auf den Rängen. Diese...Posted by VfB Oldenburg v. 1897 e.V. on Sonntag, 10. April 2016

Als die Wolfsburger, die durch eine abgefälschte Flanke von Dino Medjedovic Mitte der ersten Halbzeit in Führung gegangen waren, in der 62. Minute durch ein Kontertor von Onel Hernandez auf 2:0 erhöhten, geriet VfB-Torjäger Kifuta Kiala Makangu an der Mittellinie mit Bastian Schulz aneinander. Der Gästespieler ging zu Boden. Schiedsrichter Malte Göttsch aus dem schleswig-holsteinischen Stuvenborn zeigte Kifuta nach Besprechung mit seinem Linienrichter die Rote Karte.

Der kongolesische Stürmer, der eigentlich als ruhiger Vertreter bekannt ist, fühlte sich ungerecht behandelt, war kaum zu besänftigen und verließ nicht das Feld. In der unübersichtlichen Situation entschied sich Göttsch um 16.18 Uhr, das Duell zu unterbrechen, und verschwand mit seinem Gespann fast zehn Minuten in der Kabine. Um 16.28 Uhr ging es weiter, nachdem Göttsch auch noch Hirsch auf die Tribüne verbannt hatte.

„Er habe es nicht genau gesehen, aber Kifuta könnte ihn geschubst haben.“ So soll sich der Schiedsrichter-Assistent laut mehrerer Zeugen gegenüber Göttsch geäußert haben, erklärte der VfB-Coach nach dem Spiel, erhob aber vor allem schwere Vorwürfe gegen die Wolfsburger. „Kifu wurde das ganze Spiel über rassistisch beleidigt“, echauffierte sich Hirsch. „Es ist klar, dass der VfB jetzt nach Entschuldigungen sucht“, meinte Thiam. „Ich musste mir früher auch einiges anhören“, ergänzte der in Guinea geborene Ex-Profi.

Nach Wiederbeginn war es hektisch geblieben. Wolfsburgs Hilal El-Helwe sah nach einem Ellenbogenschlag, der VfB-Verteidiger Franko Uzelac wohl einen Jochbeinbruch einbrachte, Gelb-Rot (69.). Zehn Minuten später sorgte der gerade erst für den verletzten Kevin Samide (Muskelfaserriss) aufs Feld gekommene Florian Stütz für sportliche Spannung, als er per 18-Meter-Freistoß zum 1:2 traf. Vor und nach einer weiteren Roten Karte für Wolfsburgs Marvin Kleihs (90.+3, Tätlichkeit) vergaben Max Wilschrey (82., 90.+1) und Stütz (90.+4) Chancen auf den Ausgleich.

Nach dem Spiel machten beim VfB Gerüchte darüber die Runde, dass Göttsch, der in der ersten Halbzeit beiden Teams einen möglichen Elfmeter verwehrt hatte und zudem ein VfB-Tor von Ivo Tomas wegen Abseits nicht anerkannte, zumindest Sympathien für den VfL Wolfsburg hege. „Die Niederlage ist gerechtfertigt, aber so etwas wäre skandalös“, sagte Philipp Herrnberger am Abend mit Blick auf einen angeblichen Facebook-Eintrag des Schiedsrichters, der auf eine gewisse Nähe zu den „Wölfen“ schließen lässt.

„Ich habe mich beim Staffelleiter schon beschwert“, erklärte Herrnberger am Abend. Schon vor den Gerüchten hatte Berster sein Unverständnis über die Ansetzung ausgedrückt und will sich am Montag an die Entscheidungsträger wenden: „Ich hätte mir einen Schiedsrichter mit größerer Erfahrung gewünscht“, sagte der Ehrenpräsident, dessen reichhaltige VfB-Erfahrungen am Sonntag um ein Kapitel reicher geworden sind.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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