ELSFLETH - Die in der Kreisliga IV spielenden Fußballer des AT Rodenkirchen haben am Sonntag den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Sie gewannen das Auswärtsspiel gegen die Reserve des TuS Obenstrohe mit 3:2 (2:1). Zugleich verlor der FC Nordsee Hooksiel bei der Reserve des Heidmühler FC. Damit ist der ATR gerettet.
In der Kreisliga V wahrte der TuS Elsfleth seine letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die Mannschaft von Stefan Franz entschied das Kellerduell mit GVO Oldenburg mit 1:0 (1:0) für sich und belegt einen Spieltag vor Schluss den drittletzten Rang, der der erste Abstiegsplatz ist.
Kreisliga IV: TuS Obenstrohe II - AT Rodenkirchen 2:3 (1:2). Die Zuschauer sahen ein typisches Duell zweier Mannschaften, die um den Klassenerhalt bangen. Kampf, Kampf, Kampf und ein paar gute Einzelaktionen. Mit diesen Worten beschrieb ATR-Coach Wolfgang Rohde das Match. Zudem spielten die Nerven eine große Rolle. Bereits in der 10. Minute verschoss Obenstrohes Daniel Kohlschmidt einen Elfmeter.
Doch diesen Faux-Pas steckte der Gastgeber gut weg. Sechs Minuten später erzielte Malte Horn das 1:0. Doch Keno Blohm nickte sechs Minuten später eine Flanke Kai Schäfers ein 1:1. Damit nicht genug: Nach glänzender Vorarbeit Tobias Grubes brachte Sebastian Rabe den ATR in Führung. Diese baute Jannek Penshorn in der 58. Minute aus. Danach hatten wir eigentlich alles im Griff, sagte Rohde.
Doch es sollte noch einmal spannend werden. In der 82. Minute pfiff Schiedsrichter Mahdi Atoui einen Elfmeter für Obenstrohe. Der Pfiff war unberechtigt, sagte Rohde. Der Obenstroher ist einfach umgefallen. Horn verwandelte den Elfmeter sicher.
Doch damit war die Szene noch nicht zu Ende. Ein Obenstroher Spieler wollte den Ball schnell aus dem Tor holen, Rodenkirchens Torwart Jan Bolloff dies verhindern, indem er seinen Körper vor den Ball stellte. Dafür sah er die Rote Karte. Der Schiedsrichter war der Meinung, dass Jan den Obenstroher geschlagen hat, sagte Rohde. Aber das hat er nicht. Selbst der zuständige Assistent habe den Unparteiischen darauf aufmerksam gemacht. Doch der nahm die Karte nicht zurück.
Für Bolloff ging der eingewechselte Wladimir Giesler ins Tor. Er hat seine Sache gut gemacht, sagte Rohde. Und so schaukelten die Gäste den Vorsprung über die Zeit.
Tore: 1:0 Horn (16.), 1:1 Blohm (22.), 1:2 Rabe (36.), 1:3 Penshorn (58.), 2:3 Horn (82., Foulelfmeter).
Rote Karte: Bolloff (82., Rodenkirchen/unsportliches Verhalten).
ATR: Bolloff - Ostendorf, Burmann, Nordhausen, Huth (46. Pargmann), Schäfer, Blohm (75. Giesler), Trigg, Grube, Penshorn (62. Larisch), Rabe (80. Maas).
TuS Elsfleth - GVO Oldenburg 1:0 (1:0). Überlebenswichtiger Sieg für den TuS ausgerechnet am 33. Geburtstag von Trainer Stefan Franz: Zum Spiel kann man nicht viel sagen, sagte Elsfleths Betreuer Hergen Speckels. Das war Abstiegskampf pur. Aber unser Sieg ist verdient. GVO habe sich kaum Chancen herausspielen können. Die Oldenburger waren nur bei Standardsituationen gefährlich. Aber da haben unser Torwart Florian Büsing und unsere Abwehr aufgepasst.
Das Tor des Tages war ein Eigentor. Nach einem Freistoß von Stefan Behrens hatte Florian Speidel den Ball in den eigenen Kasten geköpft. Drei Minuten später verpasste Ole Erdmann die riesige Chance zum 2:0. Er hatte den zu weit vor seinem Tor stehenden GVO-Torwart mit einem Weitschuss überlisten wollen, hatte aber übers Oldenburg Tor geschossen.
Dann die 49. Minute: Kenny Breuhahn sah wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte. Aber anschließend hat man nicht gemerkt, dass Oldenburg ein Mann mehr war, sagte Speckels. Im Gegenteil: Gerd Meyer hätte in der 83. Minute das 2:0 schießen können, scheiterte aber am gegnerischen Keeper.
Tor: 1:0 Speidel (13., Eigentor).
Gelb-Rote Karte: Breuhahn (49., Ballwegschlagen).
TuS: Büsing - Jörg Behrens, Mende, Breuhahn, Stefan Behrens, Janßen, Erdmann (52. Hagenah), Bal, Buttelmann, Walter (66. Meyer), Ahlhorn (52. Klimat).
