Elsfleth - Der Volksmund sagt, dass Freud und Leid dicht beieinander liegen. Für die Handballer des Elsflether TB II trifft diese These dieser Tage komplett zu. Wenn der Aufsteiger in die Landesklasse am Sonntag zum ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison zur TS Hoykenkamp reist, liegen schon Momente hinter den Schützlingen von Trainer Marcus Nitkowski, die sowohl Freude als auch Trauer verbreitet haben. Anpfiff der Partie am Sonntag ist um 16 Uhr in der Sporthalle am Schulweg.

Für gute Stimmung sorgte am vergangenen Wochenende der Auftaktsieg gegen Eintracht Wiefelstede. In einem Handballspiel, in dem sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnet waren, behielt das junge Elsflether Team am Ende die Nerven und gewann glücklich, aber verdient mit 29:28. „Mit der Abwehrleistung war ich über weite Strecken gar nicht einverstanden“, sagte Nitkowski später, „aber mit zwei Punkten zu starten, ist natürlich klasse.“

Sorgen bereitet hingegen der Gesundheitszustand von Sascha Klostermann. Der Spielmacher des ETB II hatte sich gegen Wiefelstede schwer an der linken Schulter verletzt. „Das MRT hat ergeben, dass ich mir das Labrum abgerissen habe“, so Klostermann.

Das Labrum – auch Knorpellippe genannt – sei die Umrahmung der Gelenkpfanne des Schultergelenks. „Zu 90 Prozent muss ich operiert werden“, sagt Klostermann. Ihm sei von ärztlicher Seite sogar schon geraten worden, mit dem Handball komplett aufzuhören. Marcus Nitkowski muss die nächsten Monate also ohne Klostermann planen.

Bei Landesliga-Absteiger TS Hoykenkamp werden die Trauben aber ohnehin sehr hoch hängen. „Hoykenkamp gehört klar zum Kreis der Aufstiegsanwärter“, weiß Marcus Nitkowski, „daher können wir ohne großen Leistungsdruck spielen. Ich erwarte nur, dass wir 60 Minuten kämpfen.“ Das Ergebnis spiele eine untergeordnete Rolle, so der Trainer, er werde allen Spielern Einsatzminuten schenken, um Erfahrungen zu sammeln.

Hoykenkamp war mit einem 46:27-Kantersieg beim VfL Oldenburg eindrucksvoll in die Saison gestartet. Trainer Lutz Matthiesen konnte mit seinen Mannen sehr zufrieden sein. Sebastian Rabe (14/4), Hergen Schwarting (8) und Christoph Müller-Hill (7) zeichneten alleine für fast 30 Tore verantwortlich. Die Elsflether müssen sich auf ein Angriffsfeuerwerk der Turnerschaft einstellen.