Elsfleth - Gut, dass der Aufstieg schon geschafft ist. Den Beweis, dass die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB schon jetzt das Oberliga-Niveau haben, das sie ab der kommenden Saison brauchen, blieben sie zumindest am Sonnabend schuldig. Beim Wilhelmshavener HV II verlor die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami mit 19:26 (10:10).

Die Meisterschaft dürfte damit an die HSG Schwanewede/Neuenkirchen gehen, die nach ihrem klaren 33:16-Heimsieg gegen die SG Achim/Baden II drei Spieltage vor dem Ende vier Punkte Vorsprung auf die Elsflether haben.

„Wir sind ganz schlecht angefangen“, sagte Adami. Es dauerte genau sechseinhalb Minuten, ehe Christopher Santen erstmals für den ETB traf. Da hatten die Hausherren aber schon vier Mal zugeschlagen.

Aber obwohl mit Florian Doormann, Markus Zindler und Philipp Bolte drei wichtige Stammspieler fehlten, kämpften sich die Elsflether nach und nach ins Spiel. Mit der Spielweise war Adami trotzdem nicht zufrieden.

„Außer Marcel Völkers im Tor haben alle Spieler keinen guten Tag erwischt“, meinte der Coach. Zu viele freie Möglichkeiten wurden vergeben, oftmals landeten die Würfe am Gebälk. Dennoch reichte es zu einem 10:11-Unentschieden zur Pause.

Den Beginn der zweiten Hälfte durfte der ETB auf der Haben-Seite verbuchen. Martin Wille sorgte mit dem 11:10 für die erste Gästeführung, Tizian von Lien erhöhte in der 41. Minute erstmals auf einen Zwei-Tor-Führung (16:14).

Doch dann war Schluss mit lustig. „Es kam alles zusammen. Einfache Fehler, vergebene Chancen und auch ein paar merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Aber die Schiedsrichter sind auf keinen Fall schuld, dass wir verloren haben“, sagte Adami. In den letzten 20 Minuten sei die Leistung von jedem einzelnen einfach schlecht gewesen.

Dabei habe Wilhelmshaven auch nicht gerade überragend gespielt. „Normalerweise darfst du so ein Spiel nicht verlieren“, sagte Adami.

Taten die Elsflether aber trotzdem. An der Einstellung habe es laut Adami aber ausdrücklich nicht gelegen. „Nur weil wir schon aufgestiegen sind, wollen wir trotzdem jedes Spiel gewinnen. Wir wollten auch in Wilhelmshaven gewinnen. Aber wir haben uns einfach zu dumm angestellt“, sagte Adami.

E TB: Völkers, Danielzik, Wagenaar – von Lien (5/4), Wille (3), Santen (3), Pape (2), Rambau (2), Rußler (2), Oberegger (2), Janßen, van Dreumel, Pille.

Spielstationen: 4:0 (5.), 7:6 (20.), 10:10 (30.), 14:16 (41.), 19:17 (48.), 26:19 (60.).