Elsfleth - Steilvorlage genutzt: Nachdem Aufstiegskonkurrent TV Neerstedt am Samstag im Heimspiel gegen den Fünften VfL Horneburg gepatzt hatte (26:32), haben die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB am Sonntag einen souveränen 32:20 (14:8)-Heimsieg gegen den TvdH Oldenburg folgen lassen. Als Zweiter hat der ETB wieder sieben Punkte Vorsprung auf die Neerstedter.

Nach zwei Heimniederlagen in Folge waren die Elsflether in der Bringschuld. Dem NWZ-Reporter wurde sogar eine Hallenverbot nahe gelegt, falls in seiner Anwesenheit erneut ein Spiel in die Hose gehen würde. Doch die jüngsten Pleiten hatten sich die Elsflether selbst zuzuschreiben. Mangels Trainingsbeteiligung fehlte ihnen zuletzt der Saft und vielleicht auch der letzte Wille, die zu bewältigenden Aufgaben mit dem nötigen Ernst anzugehen.

Den Wink mit dem Zaunpfahl haben die Elsflether aber wohl verstanden. In der abgelaufenen Woche war die Trainingsbeteiligung hervorragend. Entsprechend frisch traten sie im Derby auf. Rechtsaußen Fynn Oberegger legte schnell vor und sorgte mit vier Treffern in Serie für eine 6:2-Führung.

Die ersatzgeschwächten Gäste versprühten im Angriff keine sonderlich große Gefahr. Ihre meisten Angriffe blieben in der ETB-Deckung hängen. Den Rest erledigte Keeper Marcel Völkers. Aber der Aufstiegskandidat hatte seine liebe Mühe, die eigenen Chancen zu verwerten. Immer wieder scheiterten die Elsflether aus klarsten Positionen an Haarentors Torhüter Marcus Krey. Somit fiel die 14:8-Pausenführung noch relativ dürftig aus.

Zehn Minuten lang hielten die Gäste im zweiten Durchgang noch mit. Dann aber waren ihre Kraftreserven erschöpft. Der ETB, der ohne Qualitätsverlust munter durchwechseln konnte, zog davon. Angesichts der zuletzt schlechten Leistungen zeigte sich Sven Klußmann irritiert. „Ich habe mich auf ein schlechtes Spiel eingestellt“, sagte der Elsflether Fan. Aber er bekam stattdessen eine gute Vorstellung seines Lieblingstteams geboten.

Der letztlich deutliche Heimsieg geriet nie in Gefahr. Der ehemalige Elsflether Kreisläufer Chris Danielzik, der mittlerweile beim TV Cloppenburg spielt und auch schon die letzten beiden verloren gegangenen Heimspiele verfolgte, meinte: „Da war endlich mal wieder ein bisschen Bewegung im Spiel.“ Auch Trainer Ulrich Adami sah einen Aufwärtstrend: „Die Jungs haben gemerkt, dass es nicht so wie zuletzt weitergehen kann.“ Die Oldenburger wiederum nahmen die Niederlage gelassen. „Elsfleth ist nicht gerade ein Gegner, gegen den wir punkten müssen. Das müssen wir gegen andere Teams“, sagte Haarentors derzeit verletzter Kapitän Helge Busemann.

ETB: Völkers - Zindler (7), Doormann (4), Wille (4), Santen (4), Oberegger (4), von Lien (4/3), Rußler (3), van Dreumel (1), Pille (1), Janßen, Bolte.

Spielstationen: 6:2 (10.), 10:5 (18.), 14:8 (30.), 17:10 (37.), 18:14 (41.), 24:16 (49.), 32:20 (60.).