Elsfleth - Die Handballer des Elsflether TB sind nur noch drei Siege vom Wiederaufstieg in die Oberliga entfernt. Unerwartet leicht gewann die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami am Samstag ihr Heimspiel gegen den TuS Haren mit 29:15 (15:9). Elsfleth bleibt auf Platz zwei, der zum Aufstieg reicht, und hat nach wie vor neun Minuspunkte Vorsprung auf den Dritten TV Neerstedt.

Ein bisschen profitierten die Elsflether vom verletzungsbedingten Ausfall von Harens Stefan Sträche. Der TuS-Toptorschütze fehlte den Gästen an allen Ecken und Enden. Einzig gefährlich war deshalb Harens Spiel über den körperlich herausragenden Kreisläufer Martin Giesen. Aber der Elsflether Mittelblock hatte ihn weitestgehend im Griff.

Es war (fast) ein Start-Ziel-Sieg. Die Gäste konnten lediglich einmal ausgleichen – in der 2. Minute zum 1:1. Anschließend dominierte der ETB nach Belieben, auch wenn er sich in den ersten 20 Minuten noch ein paar vermeidbare Gegentreffer einfing. Weil aber trotzdem die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet war, fing Adami schon früh an, durchzuwechseln.

Schon nach 20 Minuten hatte Adami mehr als die Hälfte der Startformation ausgetauscht. Die Wechsel fielen allerdings auch leicht, denn die hereingekommenen Florian Doormann, Jannes van Dreumel, Martin Wille und Lasse Pape fallen alles andere als unter die Kategorie „Ersatzspieler“. Nur Abwehrspezialist Malte Janßen musste auf seinen Einsatz bis zum zweiten Durchgang warten.

Da war die Partie aber längst entschieden. Fast im Schongang baute der ETB seinen Vorsprung aus. Ganz übel wurden die letzten 22 Minuten für Haren. In der 38. Minute stand es noch 18:13 für Elsfleth. In den nächsten elf Minuten warfen die Gäste nur zwei Tore, in den letzten elf Minuten dann gar keins mehr. ETB-Torhüter Marcel Völkers parierte mehrfach gut. Die Hauptarbeit leisteten aber seine Vorderleute, die nur noch ganz wenige Torwürfe zuließen.

„Wir standen hinten hervorragend“, sagte Adami, der den Sieg aber lieber nicht in den Himmel loben wollte. Auch ihm ist nicht entgangen, dass Haren ohne ihren Spielgestalter Stefan Sträche nicht viel auf die Kette bekommen hatte. Sei’s drum: Noch dreimal jubeln, und dann ist die Oberliga-Rückkehr perfekt. Bei noch sieben ausstehenden Spielen ein durchaus machbares Unterfangen.

ETB: Völkers, Danielzik – Santen (6), Zindler (5), von Lien (5), Doormann (5/2), Oberegger (4), van Dreumel (2), Wille (2), Janßen, Pape, Bolte, Rußler.

Spielstationen: 4:1 (5.), 9:5 (16.), 10:8 (22.), 15:9 (30.), 18:13 (38.), 22:15 (49.), 29:15 (60.).