Elsfleth - „Ich bin richtig enttäuscht.“ Udo Ulrich, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB, war am Sonntag so optimistisch in das Heimspiel gegen den Drittletzten TV Cloppenburg gegangen, doch nach vollendeten 60 Minuten war er auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Auch im elften Anlauf schaffte es sein Team nicht, den ersten Punkt einzusammeln. Mehr noch: Die Elsfletherinnen wehrten sich nicht einmal richtig gegen die 11:21 (5:9)-Niederlage.

Ulrich rätselt. „Vor einem Spiel merkt man den Mädchen an, dass sie wollen“, sagte er nach der neuerlichen Pleite. Aber mit dem Anpfiff sei die Motivation wie davon geflogen. Dabei sei Cloppenburg durchaus schlagbar gewesen. Aber die Elsfletherinnen hätten wieder einmal nicht ihre Leistung abgerufen.

Deutlich von seiner Kritik herausheben wollte der Trainer Torhüterin Lena von Seggern und die gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gegangene siebenfache Torschützin Fenna van Dreumel. Beide hätten eine sehr gute Leistung gebracht.

„Doch es reicht eben nicht, wenn zwei oder drei Spielerinnen Normalform haben und der Rest unter seinen Möglichkeiten bleibt“, sagte Ulrich. Handball sei ein Mannschaftssport, bei dem man nur gemeinsam gewinnen könne.

Konkrete Lösungsansätze hatte Ulrich nach der Niederlage noch nicht parat. „Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll“, meinte er. Ihm sei klar gewesen, dass es vom ersten Spieltag an um den Klassenerhalt gehen würde. „Aber wenn wir so ganz ohne Gegenwehr absteigen sollten, wäre das sehr schade“, meinte Ulrich.

Auf ein Neues. In zwei Wochen geht es weiter mit der Partie beim Sechsten HSG Wilhelmshaven.

Elsflether TB: von Seggern, Driesner, Hennig – F. van Dreumel (7/3), Lösekann (2/1), Wiese (1), L. van Dreumel (1), Sommer, Lameyer, M. Thümler, Cordes, Lübben, Mauritschat.

Spielstationen: 4:5 (10.), 5:9 (30.), 8:14 (39.), 10:19 (52.), 11:21 (60.).