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Handball-Oberliga ETB kassiert unglückliche Niederlage

Thorsten Sanders

ELSFLETH - Wenn man unten in der Tabelle steht, kommt oft auch noch Pech dazu. Die Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB haben am Sonntag daheim gegen den Aufstiegsaspiranten SFN Vechta eine tolle Leistung geboten, um am Ende doch mit 26:27 (13:16) zu verlieren.

74 Sekunden vor dem Ende war sogar die Chance auf den Sieg noch da. Trainer Ulrich Adami nahm beim Stand von 26:26 eine Auszeit und besprach mit seinen Schützlingen den zu spielenden Ablauf. Doch es folgte ein Abspielfehler, den Tina Schwarz – in der letzten Saison Leihspielerin beim ETB – per Tempogegenstoß zum 27:26 für Vechta nutzte. Damit war die Partie aber noch längst nicht vorbei.

Pfosten steht im Weg

Im allerletzten Angriff dieser spannenden Begegnung spielten die Elsfletherinnen Rechtsaußen Mareike Thümler frei. Die A-Jugendliche machte im Prinzip alles richtig. Ihr Heber landete aber am langen Pfosten und prallte dann an das Standbein der SFN-Torhüterin. Fast wäre der Ball von dort aus noch ins Tor gekullert, aber die Torfrau kratzte den Ball noch von der Linie – aus der Traum von einer Überraschung gegen das Spitzenteam, das weiterhin im Kampf um den Aufstieg dabei ist.

Kein Klassenunterschied

Dass die Elsfletherinnen überhaupt so gut mithielten, war vor der Begegnung nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Im Hinspiel kassierten sie beim 18:47 noch die höchste Saisonniederlage. Doch von dem damaligen Klassenunterschied war diesmal nichts zu sehen. Die Sportfreunde Niedersachsen kamen fast ausschließlich über Gegenstöße zum Erfolg – ansonsten stand die Deckung des ETB um Torfrau Lena von Seggern gut.

„Die Mädchen taten mir anschließend ein bisschen leid. Da haben sie so toll gespielt, und dann entscheidet so ein blöder Abspielfehler“, sagte ein mitfühlender Trainer Ulrich Adami. Die Niederlage tut zwar angesichts des fast feststehenden Abstiegs nicht mehr sonderlich weh, doch eine solch junge Mannschaft kann jedes Erfolgserlebnis gut gebrauchen.

ETB: von Seggern - Adami (10/5), Breipohl (4), Matschei (4/1), van Dreumel (2), Finger (2), Thümler (2), Schlegel (1), Mielke (1).

Spielstationen: 1:0 (1.), 4:3 (9.), 5:5 (13.), 7:12 (22.), 11:13 (27.), 13:16 (30.), 14:18 (34.), 19:19 (42.), 22:21 (48.), 24:24 (53.), 26:26 (59.), 26:27 (60.).

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