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Hobby Elsflether startet in Hockenheim

Gabriele Bode

ELSFLETH - Ende Juli werden Hauke Hinz und 31 Studienkollegen mit einem selbst konstruierten Elektro-Rennwagen auf dem Hockenheimring an den Start gehen. Zurzeit campieren die Studenten, die ein duales Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta, Diepholz, Oldenburg (FHWT) absolvieren in Friedrichshafen bei einem „Race-Camp“. Erstmalig soll sich dort der gerade fertiggestellte 250 Kilogramm leichte und zwei Meter lange Rennwagen am Bodensee mit anderen Fahrzeugen messen, bevor es nach Baden-Württemberg auf die Rennstrecke geht.

Nur ein halbes Jahr Zeit hatten die Studenten zur Umsetzung dieses Projekts, erzählt Hauke Hinz, der aus Elsfleth stammt. Am Anfang stand jedoch nicht die Konstruktion, sondern die Finanzierung des Fahrzeugs. Sponsoren mussten gefunden werden, die sich mit Geld oder Material beteiligten. Immerhin 60 000 Euro plus noch einmal rund 20 000 Euro in Form von Materialien stecken neben den 2000 Arbeitsstunden, die jeder der Studenten bisher investierte, bis jetzt in dem Elektromobil.

2000 Arbeitsstunden

Für den öffentlichen Straßenverkehr ist der kleine Rennwagen mit einer Reichweite von 22 Kilometern jedoch nicht geeignet. „Viel mehr kam es beim Bau auf die Beschleunigung, die Dynamik oder das Kurvenverhalten an“, erklärt der 23-Jährige, der jetzt im 6. Semester ist. Die Reichweite wurde dabei genau auf die Länge der Rennstrecke abgestimmt. Der Akku, der das Fahrzeug antreibt, wiegt allein 60 Kilogramm und ist unter dem Fahrersitz eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit von 110 Stundenkilometern erscheint dabei zunächst eher niedrig. Bei der kurvenreichen Rennbahn ist jedoch eine höhere Geschwindigkeit gar nicht möglich. „Viel wichtiger ist da die Beschleunigung, und die kann bei nur vier Sekunden von null auf hundert durchaus mit einem Porsche mithalten“, erklärt Hauke Hinz weiter.

Wer bei den Rennen dann am Steuer sitzen darf, hatten die Studenten zuvor auf einer Kartbahn entschieden. Vier Fahrer muss jedes Team bei den insgesamt sechs Rennen stellen und Hauke Hinz gehört dazu. Bevor es jedoch an den Start auf dem Messegelände am Bodensee geht, muss der Flitzer durch die elektrische Abnahme, wo alles genauestens überprüft wird.

Während die Studenten mit Blick auf die Alpen campieren, sind ihr Elektrorennwagen und das Werkzeug in einer Box in der Messehalle untergebracht.

Vier Fahrer pro Team

Besonders der Austausch mit den anderen 31 teilnehmenden Teams, die aus Zürich oder Regensburg stammen und teilweise wesentlich mehr Zeit hatten als die Norddeutschen, ist dabei für den Elsflether und seine Kameraden interessant. Mit neuen Erkenntnissen für eventuelle Verbesserungen wird es am Wochenende zunächst einmal wieder mit dem Kastenwagen, in dem Rennwagen und Werkzeug verstaut sind, Richtung Heimat gehen. Vom 31. Juli bis zum 5. August findet dann das Rennen auf dem Hockenheimring statt.

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