ELSFLETH - Sie sind in der Elsflether Öffentlichkeit nicht so präsent, wie die bekannteren und größeren maritimen Vereine, sie pflegen eine lockere Verbindung ohne im Vereinsregister eingetragen zu sein, sie sind ihrer Kameradschaft treu und eng verbunden und das seit nunmehr 20 Jahren: die Männer der Kameradschaft der Schiffsingenieure und Seemaschinisten.

Ohne großes Aufsehen und ohne prätentiöse Jubiläumsfeier ließen die Mitglieder der Kameradschaft bei der letzten Zusammenkunft im Hotel-Restaurant „Zur Kogge“ die vergangenen 20 Jahre Revue passieren.

Erstes Treffen 1989

Das erste Treffen des „kleinsten, aber feudalsten maritimen Vereins“ fand im März 1989 auf Initiative des Elsflethers Günther Sagcob statt. Es wurde beschlossen, im „von Nautikern bestimmten Elsfleth“ den Technikern der Schiffsbetriebe und pensionierten Berufskollegen eine Basis zu geben. Am 4. April 1989 versammelten sich 16 künftige Mitglieder zur Gründungsversammlung in der „Stadtschänke“, ihrem ersten Vereinslokal. Als erster Präsident bekleidete Günther Sagcob sein Amt bis 1999, seit dem 30. August 2005 stand Wilfried Mehrens der Kameradschaft bis zu seinem Tod im Frühjahr 2008 vor. Die Kameradschaft entschied sich damals, keinen Nachfolger zu wählen. „Wir sind auch präsidentenlos glücklich", hieß es in der Runde.

Von Beginn an wurden bei den monatlichen Zusammenkünften gemeinschaftliche Unternehmungen, Ausflüge oder Werksbesichtigungen besprochen und organisiert. Dabei achteten die Kameraden stets darauf, ihre Ausflugsziele mit dem beruflichen und technischen Umfeld in Einklang zu bringen. „Wenn es zu speziell und technisch wurde, haben wir für unsere begleitenden Frauen und Partnerinnen immer ein Damenprogramm organisiert“, betonen die Kameraden.

Stolz auf Ausbildung

Aber es gab auch die Rubrik „Männersache“. So zum Beispiel seit dem Jahr 2000 die Tour zum Heringsfest nach Rendsburg oder dass alljährliche Grillfest in Lienen „bei Kurt hinterm Deich“ - dort war die muntere Gruppe ohne weibliche Unterstützung an Grill und Zapfhahn aktiv. Genau beobachtet haben die Männer der Kameradschaft in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Schiffsmechanikerausbildung in Elsfleth.

Was auf dem Campus in Sachen „Schiffsmechanikerausbildung“ passierte und noch passiert, erfüllt die 15 Mitglieder mit Zufriedenheit, wenngleich auch die Kameradschaft der Schiffsingenieure und Seemaschinisten vom Nachwuchsmangel nicht ausgenommen ist. „Unsere Kameradschaft steht Berufskollegen, gerne auch Jüngeren, immer offen" betonen die Männer und stoßen auf ihr 20-jähriges Bestehen an.