ELSFLETH - Gut aufgehoben waren in den Wintermonaten die beiden Boote der Kutterpuller-Teams des Fachbereichs Seefahrt zum ersten Mal in der großen Halle der Elsflether Zimmereibetriebes Munderloh an der B 212. Einen „Winterschlaf“ war der „Kakerlake“ und dem „Holzwurm“ , ehemals „Beluga Dynamite“, aber nicht vergönnt.

Abwechselnd hatten zwölf Teams, Studierende aller Studiengänge des Fachbereichs Seefahrt, dafür gesorgt, dass die Boote pünktlich zum Saisonbeginn startklar fürs Training und für Wettbewerbe wieder ins Wasser gehen können. Am Ostersonnabend werden die Boote am Anleger der Familie Ennulat am Timpen wieder ihre Stammliegeplätze erhalten.

In der Halle der Zimmerei fanden in diesen Tagen die letzten Feinschliffarbeiten statt. „Kakerlake“ und „Holzwurm“ haben beide einen neuen Anstrich bekommen. Das hieß zuvor abkratzen, spachteln, ausbessern, schleifen und neu streichen, jetzt müssen noch die Sitzbänke installiert und Beschläge angebracht werden. „Eine lange Klausurphase und die Semesterferien hatten die Arbeiten zeitweise unterbrochen“, berichten Sabrina Ohlen und Konstantin Krummholz vom Organisationsteam, „aber mit Hilfe der externen Kutterpullerteams, die ebenfalls die Boote nutzen, sind wir gut an unser Ziel gekommen.“ Ohne das Engagement der Externen, die das Organisationsteam mit viel Idealismus unterstützt haben, wäre das nicht zu schaffen gewesen, betonten Ohlen und Krummholz.

Fachmännische Hilfe bekamen die Teams des Fachbereichs außerdem von Zimmerermeister Andreas Munderloh, der selber im externen Team der „Holzwürmer“ mitpullt.

Zurzeit stellt der Fachbereich Seefahrt 16 Teams, es gibt also keine Nachwuchssorgen. „Das Kutterpullen ist so beliebt, dass wir frei werdende Plätze ohne Mühe sofort wieder auffüllen können,“ sagt das Organisationsteam, „für die Erstsemester wird regelmäßig ein Schnupperpullen angeboten. Danach bleiben viele dabei.“

So viele, dass ein drittes Boot dringend benötigt wird. Das steht auch schon auf dem Gelände der Zimmerei und muss noch „seefest“ gemacht werden. Die Kutterpuller haben sich zum Ziel gesetzt, den „Neuling“ noch in diesem Sommer funktionstüchtig herzurichten.

Die Beteiligung am Hochschulsport und an den Arbeitsdiensten hat für die Kutterpuller noch einen durchaus erwünschten Nebeneffekt: für alle gibt es die begehrten „Social Credit Points“.