ELSFLETH - Es darf wieder gezittert werden. Nach zwischenzeitlich drei Siegen schienen sich die Handballerinnen des Elsflether TB aus dem akuten Abstiegskampf der Oberliga verabschiedet zu haben, doch nun sind sie erneut mittendrin. Nach dem hauchdünnen 20:21 (8:11) gegen den Vierten ATSV Habenhausen weist die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami nur noch zwei Punkte mehr als die SFN Vechta auf, die momentan den wahrscheinlich ersten Abstiegsrang belegt.

Losgelegt hatte der ETB aber wie die Feuerwehr. Nach sieben Minuten führte er bereits mit 4:0, was auch am starken Auftakt von Torhüterin Lena von Seggern lag. Doch halten konnten die Gastgeberinnen das Niveau nicht. Der ATSV glich zum 4:4 aus und erarbeitete sich bis zur Halbzeit eine 11:8-Führung. Besonders auf den Außenpositionen lief es beim ETB überhaupt nicht. Zudem häuften sich unerklärliche Fangfehler, was den Habenhauserinnen mit ihrem schnellen Konterspiel sehr entgegen kam.

Nur vier Minuten nach Wiederbeginn schien sich der Favorit beim 15:10 entscheidend abzusetzen. Doch nun spielte Coach Adami seinen Trumpf aus. Nach dem Seitenwechsel hütete Tanja Dierks das Tor und nach etwas Anlaufproblemen steigerte sie sich bis zur Unüberwindlichkeit. Doch das größere Problem lag ohnehin im Angriff. Teilweise agierten Elsfleth viel zu hektisch und an der starken Gästetorhüterin Aneka Schlegel scheiterte man zahlreich.

Den Tipp vom Coach, die geringe Größe von Schlegel mit hohen Würfen auszunutzen, wurde ignoriert und somit gelang in der Endphase nur der Anschluss zum 20:21. Kurz zuvor bestand noch die große Chance auf einen Punktgewinn, doch zwei Gelegenheiten zu Tempogegenstößen wurden fahrlässig in die Arme des Gegners gespielt. „Wir haben einfach viel zu viel verballert“, erkannte Trainer Adami punktgenau die Schwachstelle beim ETB.

ETB: Dierks, von Seggern; Adami (9/4), Schlegel (3), Buttelmann (3), Krause (2), Matschei (2), Schlüter (1), V. Bednorz, P. Bednorz, Oberegger, van Dreumel, Wagenaar.

Spielstationen: 4:0 (7.), 4:4 (11.), 7:6 (19.), 8:11 (30.), 10:15 (34.), 13:17 (39.), 16:18 (49.), 19:20 (56.), 20:21 (60.).