Elsfleth - Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Die in der Landesklasse gegen den Abstieg kämpfenden Handballer des Elsflether TB II haben sich am Sonnabend zu Hause im Kellerduell gegen den OHV Aurich II mit einem 26:26 (15:14)-Unentschieden begnügen müssen. Die Partie fand auf gutem Niveau statt, hatte aber auch im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt.

Die Gäste baten um eine Spielverlegung, weil sie nur fünf Feldspieler stellen könnten, wie ETB-Trainer Axel Jung berichtete. Weil aber beim einzigen möglichen Ausweichtermin drei Elsflether Spieler gefehlt hätten, lehnte der ETB ab, zumal sich die Auricher in der Hinrunde laut Jung wenig kooperativ gezeigt hatten. Damals hatten die Elsflether das gleiche Personalproblem, doch der OHV lehnte eine Spielverlegung ab.

Insofern staunten die Elsflether am Sonnabend nicht schlecht, als sie den „ersatzgeschwächten“ Gästen beim Aufwärmen zuschauten. Der OHV war mit zwölf Spielern angereist, darunter waren vier aus dem Drittliga-Kader.

Es lag also viel Brisanz in der Begegnung, zumal beide Teams noch mitten im Abstiegskampf stecken. Jung griff in die Trickkiste und ließ über die kompletten 60 Minuten mit zwei Kreisläufern spielen. Dort traten Martin Wille und Dennis Möllmann zwar nicht so sehr als Torschützen in Erscheinung, dafür aber als wertvolle Sperrensetzer. Dadurch kamen im Rückraum Jannes van Dreumel, der laut Trainer Jung ein tolles Spiel ablieferte, und Markus Zindler immer wieder in gute Wurfpositionen.

Doch die Auricher hatten eben auch eine Menge Klasse zu bieten. „Der OHV war spielerisch besser“, sagte Jung. Vor allem der zwölffache Torschütze Wilke de Buhr schenkte den Elsflethern regelmäßig ein. Aber der Tabellenletzte hielt stets dagegen.

Sechs Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber sogar mit 25:22 vorne. Aber den Vorsprung brachten sie nicht ganz über die Zeit. Trotzdem:

„Es hat Spaß gemacht. Beide Mannschaften waren heiß“, sagte Jung. Besonders gefallen hat ihm die Leistung der A-Jugendlichen Jesse Wiesensee und Torhüter Benjamin Müller. Auch Möllmann habe nach halbjähriger Auszeit eine starke Leistung abgeliefert.

ETB: Bierbaum, Müller – van Dreumel (8/1), Zindler (8/2), Wiesensee (4), Möllmann (3), Wille (1), Schwarz (1), Hinz (1), Stindt, Rambau, Kositz, Böck, Krause.

Stationen: 3:0 (6.), 8:5 (15.), 11:11 (24.), 15:14 (30.), 18:18 (38.), 25:22 (54.), 26:26 (60.).