ELSFLETH - „Rückkehr nach Elsfleth am 1. September 2007 mit wehenden Flaggen der besuchten maritimen Feste, bei Ankunft im Heimathafen: Schiff heil und ohne Blessuren nach 3631 Seemeilen“, heißt es knapp im Sommertörn-Abschlussbericht des passionierten Seglers Hans-Ulrich Großheim (Segelclub Weserstrand Elsfleth). 135 Tage dauerte die Reise des Ehepaares Gudrun und Hans-Ulrich Großheim auf ihrer Sloop „Hug Maru“ (Baujahr 1979/80 Bootsbau Rügen, 10,60 Meter lang, 3,22 Meter breit, 44 Quadratmeter Segelfläche), angesegelt wurden auf dem Westeuropa-Törn die Niederlande, England, Guernsey und Jersey, die Bretagne, Spanien und Portugal. Großheim: „Es waren Tage und Nächte prall gefüllt mit Leben und Erlebnissen, mit neuen An- und Einsichten, mit neuen Freundschaften und vertieften alten Beziehungen.“ Und weil das Ehepaar Großheim in nahezu allen europäischen Seglerhäfen seit vielen Jahren eine bekannte Größe ist, lagen natürlich auch zahlreiche Einladungen zu maritimen

Festivitäten in den Hafenstädten vor.

Die Abreise vom Heimathafen Elsfleth genau heute vor einem Jahr stand im Gegensatz zur Wetterlage unter einem guten Stern: mit der „Hug Maru“ steuerten die Großheims zunächst Cuxhaven an, um dort die Hochzeit ihres Sohnes zu feiern. Nach dem Zwischenstopp Helgoland lag Kurs Guernsey, St. Peter Port, an, weiter segelte die „Hug Maru“ in Richtung Bretagne. Dort gewährte man den Großheims als Teilnehmer der „Semaine du Golfe Morbihan 2007“ freies Liegen in diversen Häfen der Bretagne. Sechs Tage Starkwind bis Sturm muss die „Hug Maru“ in La Rochelle abwettern. In diesen Tagen half Großheim dem Eigner einer Schweizer Yacht bei technischen Problemen, dessen Ehefrau lernte bei Gudrun Großheim das Stricken von Seglersocken kennen.

Vom Hafen Caraminas (Spanien) ausgehend erkundeten die SWE-Segler mit dem Leihwagen Galizien und besuchten den Wallfahrtsort Santiago de Compostela. 18 Tage blieb dann die „Hug Maru“ in Caraminas unter der Obhut der „Marineros“, weil Großheim nach Deutschland fliegen musste, um eine Vertretung zu übernehmen. Großheim: „Ich machte diesen Job und meine Frau kümmerte sich derweil um unseren Garten.“ Sein Schiff fand das Ehepaar nach der Rückkehr in Caraminas in guter Verfassung. Nach der Teilnahme der Regatta „Plymouth Classic Boat Rallye“ steuerte Großheim Paimpol (Bretagne) an und man nahm am „Festival du Chant Marin“ teil. Rechtzeitig wollte das Ehepaar trotz Sturmwarnung zur „Classic Yacht Race“ in Oostende sein, das klappte auch – nur der kostenlose Liegeplatz ließ sich wegen hohen Schwells nicht nutzen. Schöne Tage in Vlissingen erlebten die Elsflether als Teilnehmer der „Sail de Ruyter“ und schließlich lag Kurs Heimat an. Hans-Ulrich Großheim zieht Bilanz: „Wir haben nicht

bezwungen oder gar erzwungen, das Meer lediglich genutzt und mit gesundem Respekt angesehen.“

Zum 6. Mal erhielten Gudrun und Hans-Ulrich Großheim den „Wanderpreis“ des Kreuzer-Yacht Clubs Deutschland, die Goldmedaille „Hochsee“ wurde ihnen von der Kreuzer-Abteilung des DSV zum 12. Mal verliehen.