ELSFLETH - Beides schlägt Wellen: der desolate Kunstrasen auf dem Sportplatz Peterstraße und die Diskussion über eine Erneuerung des Belages oder eine Verlegung der Sportanlage auf ein stadteigenes Gelände zwischen der Stadthalle und der HS/RS. Um sich ein Bild von der Situation zu verschaffen, trafen sich jetzt die Mitglieder der SPD/FDP-Gruppe sowie Mitglieder der Stadtverwaltung mit dem Vorstand und Mitgliedern des TuS vor Ort.
Über einen dringenden Sanierungsbedarf bestand bei allen Teilnehmern kein Zweifel. Offene Nahtstellen, gewellte Abschnitte und Aquaplaning auf abgelaufenen Teilstücken – der vor vierzehn Jahren verlegte und inzwischen mehrfach geflickte Kunstrasen ist zu einer einzigen Stolperfalle geworden und gefährdet die Gesundheit der Spieler. „Wer hier sprintet, der liegt sofort auf der Nase“, wies der 2. TuS-Vorsitzende Hergen Speckels auf einen völlig durchnässten Abschnitt in der Nähe des südlichen Tores hin.
Bauamtsleiter Hartmut Doyen stellte die Überprüfung des Platzes durch einen Sachverständigen in etwa 14 Tagen in Aussicht. „Zurzeit weist der Rasen einen Zustand auf, wie ein Teppich, der auf dem Untergrund rutscht“, so Doyen.
Die TuS-Mitglieder machten deutlich, dass die Bespielbarkeit längst in Frage steht. Speckels: „Kein Schiedsrichter wird diesen Platz noch für bespielbar erklären. Spätestens zu Ostern ist hier Schicht im Schacht und wenn der TuS ein Jahr seinen Sport nicht mehr ausüben kann, dann kann sich der Verein auflösen.“
Die Vorsitzende des ETB, Gudrun Ahrens, sieht nicht nur die Fußballer, sondern auch Kinder und Erwachsene des ETB, die den Platz fast täglich nutzen, gefährdet.
Als „eine Lachnummer“ bezeichnete Horst Kortlang (FDP) die Überlegung, aus dem Sportplatz Bauland zu machen: „Bei der Nähe der Bahn wird sich hier kein Mensch ansiedeln.“
