Osterfeine/Elsfleth - Die Handballerinnen des Elsflether TB bleiben der Landesliga noch mindestens ein weiteres Jahr erhalten. Im Fernduell mit dem punktgleichen GW Mühlen zog die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami am letzten Spieltag den Kürzeren. Während die Grün-Weißen durch ihren 24:22-Heimsieg gegen den TuS Frisia Goldenstedt ihren zweiten Tabellenplatz und damit den Relegationsplatz behaupteten, unterlag der ETB am Sonnabend beim Absteiger SV SW Osterfeine mit 22:26 (10:14).
„Wir hatten vom ersten Angriff an keine Chance, das Spiel zu gewinnen“, fand Ulrich Adami und bezog sich dabei auf die seiner Meinung nach wunderliche Schiedsrichterleistung. Das Gespann Dickes/Jenssen habe stets zugunsten der Gastgeberinnen gepfiffen. Allein in der ersten Halbzeit wurden dem ETB acht Angriffe abgepfiffen. „Und ich weiß nicht, warum“, sagte Adami.
Seine Mannschaft agierte entsprechend verunsichert, weil sie nicht wusste, wie sie sich auf die Unparteiischen einstellen sollte. So liefen die Elsfletherinnen meistens einem Rückstand hinterher.
Nachdem die Partie beim 17:12 für Osterfeine schon fast entschieden war, gab der ETB noch einmal alles. Bis auf 20:22 konnte er verkürzen. Doch eine weitere merkwürdige Entscheidung sorgte für den endgültigen K.O.-Schlag. Aline Buttelmann setzte sich im Angriff durch und wurde gefoult. Die Schiedsrichter entschieden auf eine Zwei-Minuten-Strafe. Nachdem eine Spielerin aus Osterfeine bereits den Weg zur Ersatzbank antrat, wurde sie zurückbeordert. Stattdessen erhielt Buttelmann ihre dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte, weil sie angeblich geschubst haben soll.
Die Niederlage tat letzten Endes aber nicht weh. Zwar hätten die Elsfletherinnen gerne ihr neuntes Spiel in Serie gewonnen. Um den Relegationsplatz zu erreichen, hätte aber ein Erfolg mit acht Treffern Differenz hergemusst. Im Endeffekt fehlen also zwölf Tore.
„Das ist nicht weiter tragisch“, findet Ulrich Adami und zeigt sich als fairer Verlierer. „Wir wünschen dem Meister TV Cloppenburg und GW Mühlen, falls sie ihre Relegationsspiele gewinnen sollten, alles Gute in der Oberliga.“ Den anvisierten dritten Platz habe der ETB immerhin erreicht. „In der nächsten Saison greifen wir dann richtig an“, so der Coach.
ETB: von Seggern - Adami (6/4), Matschei (5), van Dreumel (4), Breipohl (3), Finger (3), Nowack (1), Buttelmann, Krause, Thümler, Wagenaar, Oberegger, Mielke.
Spielstationen: 3:1 (6.), 6:6 (15.), 10:8 (21.), 11:10 (25.), 14:10 (30.), 17:12 (38.), 18:16 (44.), 22:18 (49.), 22:20 (52.), 26:22 (60.).
