Elsfleth - An diesem Sonnabend könnten die Handball-Freunde des Elsflether TB in der Stadthalle den kommenden Meister der Oberliga bewundern. Um 17 Uhr fordert die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami den TV Bissendorf-Holte heraus, der zurzeit die Tabelle nach Minuspunkten anführt.

In erster Linie müssen die Elsflether aber auf sich selber schauen. Mit 18:28 Punkten belegen sie zwar den scheinbar sicheren neunten Tabellenplatz, aber rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht ganz sicher.

Bissendorf spielt dagegen eine gewichtige Rolle im Kampf um die Meisterschaft. Allerdings haben sich die Gäste vor der vierwöchigen Osterpause nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ihnen gelangen zwar drei Siege, aber die sind gegen potenzielle Abstiegskandidaten wenig überzeugend gewesen und knapp ins Ziel gerettet worden.

Weil die Abstiegsgefahr noch nicht ganz beseitigt ist, hofft Spartenleiterin Nathalie Adami auf eine gute Darbietung ihres ETB-Teams. „Wir sind noch nicht ganz durch. Wer weiß, was hinter uns noch alles passiert“, so Adami. Jeder Punkt zähle, zumal die kommenden Aufgaben nicht leichter würden. In der darauffolgenden Woche gastiert der Tabellenführer HSG Barnstorf/Diepholz in Elsfleth, der sicherlich im Kampf um die Meisterschaft – wie auch Bissendorf – nichts herschenken wird. Aber so sehr die Elsflether auch als Außenseiter gelten – immerhin sind alle Spieler fit und dabei.

Dass der ETB in der Oberliga nicht nur als Kanonenfutter, sondern als ernsthafter Gegner gesehen wird, beweisen auch die Worte von Bissendorfs Trainer Pierre Limberg. „Elsfleth hat eine junge und spielerisch gute Mannschaft. Wir haben viel Respekt vor diesem Gegner“, so Limberg. Für die Meisterschaft wäre ein Sieg beim ETB wichtig, doch Limberg sagt, dass ein Aufstieg kein Muss sei.

Im Großen und Ganzen ähneln sich die beiden Vereine sogar. Wie auch die Elsflether legen die Bissendorfer viel Wert auf den Nachwuchsbereich. Die A-Jugend spielt in der Bundesliga, und deshalb wäre ein Aufstieg der Herren in die Dritte Liga durchaus hilfreich. „Es war nicht unser Ziel, aber wenn wir schon mal da oben in der Tabelle stehen, würden wir auch gerne aufsteigen. Damit würden wir den nachrückenden Jugendspielern auch eine bessere Perspektive bieten, bei uns zu bleiben“, sagt Limberg.