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Handball in der Oberliga der Männer Elsflether peilen Heimsieg an

Thorsten Sanders
Die Elsflether Handballer (dunkle Trikots) wollen am Sonntag einen Heimsieg einfahren, sind aber ersatzgeschwächt.

Die Elsflether Handballer (dunkle Trikots) wollen am Sonntag einen Heimsieg einfahren, sind aber ersatzgeschwächt.

Dennis Weiß

Elsfleth - Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB können am Sonntag einen mittelgroßen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. Um 17 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Patrick Tulikowski den Tabellenletzten TSV Bremervörde in der Stadthalle. Mit einem Sieg könnte sich der ETB absetzen.„Es kann ja jeder die Tabelle lesen. Dann weiß man, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagt Tulikowski.

Nur zwei Abstieger

Beruhigend ist schonmal, dass höchstwahrscheinlich neben den zwei Regelabsteigern wohl kein weiteres Team den Gang in die Verbandsliga antreten muss. Wegen der gleitenden Skala hatte sich in den Vorjahren die Anzahl der Absteiger hin und wieder erhöht, weil Mannschaften aus der dritten Liga herunterkamen. Dieses Ungemach droht in dieser Saison nicht. Bleiben also zwei Abstiegsplätze, die derzeit die Bremervörder und die HSG Delmenhorst (beide 5:23 Punkte) einnehmen.

Dagegen stehen die Elsflether (11:19 Punkte) trotz zuletzt nur einem Zähler aus sechs Spielen immer noch glänzend da. Diese Negativserie möchte Tulikowski ohnehin nicht allzu hoch hängen. „Da muss man natürlich auch sehen, gegen was für Top-Teams wir da gespielt haben. Aber jetzt kommen die Gegner auf Augenhöhe. Vielleicht reden wir in vier Wochen dann ja über eine Erfolgsserie“, sagt Tulikowski.

Doch der Elsflether Coach ist Realist genug, um zu wissen, dass sich sein Team jeden einzelnen Punkt hart erkämpfen muss. Das Hinspiel in Bremervörde dient als Paradebeispiel. Zur Pause lag der ETB nach fehlerbehaftetem Auftritt noch mit 15:20 hinten, ehe ein Kraftakt doch noch zum knappen 32:31-Auswärtssieg führte. „Wir hatten damals in der ersten Halbzeit viel zu viele technische Fehler gemacht und Bremervörde dadurch zu Gegenstößen eingeladen. Wir haben aber Moral bewiesen und eine richtig gute Halbzeit gespielt“, erinnert sich Tulikowski.

Den Siegtreffer in Bremervörde warf Lasse Pape. Der Rechtsaußen führt die interne Torjägerliste mit 94 Treffern an, er wird sein Konto in naher Zukunft allerdings nicht erhöhen können. Am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den ATSV Habenhausen (25:33) verdrehte er sich das Knie und fällt bis auf weiteres aus. Über die Schwere seiner Verletzung wird in diesen Tagen eine MRT-Untersuchung genauere Auskunft geben.

Dickes Fragezeichen

Auch hinter dem Einsatz von Chris Danielzik steht „ein dickes Fragezeichen“, sagt Tulikowski. Der Kreisläufer plagt sich mit einer Oberschenkelzerrung herum. Aber Tulikowski nimmt es halbwegs gelassen. „Jammern bringt ja nichts. Handball ist ein Mannschaftssport. Jetzt müssen eben andere Spieler in die Bresche springen“, sagt der Coach.

Auch wenn die Bremervörder schon beträchtlichen Rückstand auf das rettende Ufer aufweisen, haben sie sich noch längst nicht mit dem Abstieg abgefunden. Am vergangenen Wochenende waren sie gegen den Tabellenführer TV Cloppenburg drauf und dran, für eine große Überraschung zu sorgen. Zwei Minuten vor dem Abpfiff stand es 26:26, ehe sich der Favorit mit einem Schlussspurt doch noch mit 29:26 durchsetzte. Aber Tulikowski stellt unmissverständlich klar: „Wir haben ein Heimspiel, und das wollen wir gewinnen.“

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