Sandkrug/Elsfleth - Nach drei Siegen in Folge haben die Oberliga-Handballer des Elsflether TB erstmals wieder verloren. Am Sonnabend kassierte die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami eine 22:23 (13:13)-Auswärtsniederlage bei der abstiegsbedrohten TSG Hatten/Sandkrug. Bis zum Schlusspfiff war der Ausgang der Partie offen.
Adami hatte sich bei der Aufstellung etwas einfallen lassen müssen. Malte Janßen, Philipp Bolte, Ruven Rußler und Martin Wille fielen aus, weshalb der Coach Torhüter Kevin Danielzik als Abwehrspieler einsetzte. Zudem rückten Markus Zindler und Dennis Möllmann aus der Zweiten in den Kader.
Hohes Tempo zu Beginn
Die Gastgeber, die als Drittletzter noch auf jeden einzelnen Punkt angewiesen sind, schlugen anfangs ein hohes Tempo ein. Aber die Elsflether spielten ihren Stiefel in Ruhe runter und ließen sich von der anfänglichen Hektik nicht beeindrucken. Meistens lag der ETB mit einem Treffer vorne, aber die TSG blieb stets auf Schlagdistanz.
Bis weit in die zweite Hälfte hinein war das Spiel ausgeglichen, obwohl die Elsflether zwischenzeitlich einige Nackenschläge einstecken mussten. In der 45. Minute bekam Abwehrchef Bela Rußler seine dritte Zeitstrafe aufgebrummt und musste fortan zuschauen. Chris Santen, der zu Beginn des zweiten Abschnitts mächtig aufdrehte, sah sich plötzlich einer Manndeckung gegenüber.
Also mussten die „jungen Wilden“ in die Bresche springen. Im Rückraum spielten nun neben Chris Danielzik, der eigentlich auf der Kreisläuferposition beheimatet ist, die Talente Zindler und Fynn Oberegger. Beide machten ihre Sache sehr gut – genauso wie Keeper Kevin Danielzik, der hinten im Mittelblock und auch auf der Halbposition zum Einsatz kam.
Entscheidend waren am Ende Kleinigkeiten. Robert Mohr verwarf einen Siebenmeter, ein Wurf landete zunächst am einen, dann am anderen Pfosten. Außerdem war Adami in der Schlussphase nicht mit allen Schiedsrichterentscheidungen glücklich, obwohl er dem Gespann insgesamt eine gute Leistung bescheinigte.
Kein Vorwurf
So mussten sich die Elsflether letztlich etwas unglücklich mit 22:23 geschlagen geben. „Ich kann aber niemandem einen Vorwurf machen“, sagte Adami, auch weil neben den Ausfällen zuletzt Sascha Klostermann und Tizian von Lien krankheitsbedingt nicht trainieren konnten. „Trotzdem haben alle gut gekämpft“, lobte Adami den Einsatz seiner Mannen. Gereicht hat es trotzdem nicht.
ETB: Völkers, Klostermann – Santen (6), C. Danielzik (5/1), B. Rußler (5/1), von Lien (3), Zindler (2), Mohr (1), K. Danielzik, Oberegger, Möllmann.
Spielstationen: 2:4 (8.), 7:6 (17.), 9:10 (25.), 13:13 (30.), 17:17 (39.), 20:20 (48.), 22:22 (58.), 23:22 (60.).
