Bremen/Elsfleth - Das Leiden nimmt kein Ende bei den Oberliga-Handballern des Elsflether TB. Am Samstag verlor die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami auch ihr drittletztes Saisonspiel bei der SG HC Bremen/Hastedt mit 20:27 (11:15) und muss mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Noch belegt der ETB den rettenden drittletzten Tabellenplatz, aber selbst der könnte in der Endabrechnung nicht reichen.
Beim Zweiten in Bremen erwischten die wieder einmal mit dünnem Kader angetretenen Elsflether einen miesen Start. „Wir waren viel zu defensiv in der Abwehr. Unser Gegner kam immer wieder unbedrängt zum Abschluss“, sagte Adami. Das gipfelte darin, dass Torhüter Kevin Danielzik schon früh freiwillig das Feld räumte und Platz für seinen Torwart-Kollegen Marcel Völkers machte.
Doch es wurde besser. Nach einer Viertelstunde kam der ETB besser ins Spiel. Die Deckung trat nun rechtzeitiger heraus, und vorne stimmten die Laufwege. Besonders der Rückraum zeigte sich deutlich verbessert im Vergleich zur deprimierenden 12:17-Niederlage zuletzt gegen Schwanewede.
Kurz vor und kurz nach der Halbzeit deutete sich eine erfolgreiche Aufholjagd an. Den zwischenzeitlichen 8:15-Rückstand verkürzten die Elsflether mit sechs Toren hintereinander auf 14:15. Auch danach blieben sie halbwegs dran, auch wenn der Rückstand wieder auf 15:19 anwuchs. Dann erhielten die Hausherren ihre einzige Zeitstrafe des gesamten Spiels. Den fehlenden Feldspieler ersetzte Hastedt durch den Torwart. Gleich dreimal ergab sich die Möglichkeit für den ETB, nach einem Ballgewinn den Ball ins leere gegnerische Tor zu werfen. Doch alle drei Versuche scheiterten.
Damit war die Gegenwehr erloschen, obwohl sich die Elsflether nie hängen ließen. „Bei uns war ein deutlicher Kräfteverschleiß zu erkennen“, sagte Adami. Er hatte nur zwei Ersatzspieler dabei, während die Bremer auf einen vollen Kader zurückgreifen konnten. „Die bessere Bank hat das Spiel entschieden“, meinte Adami.
Trotzdem sah der Coach einen deutlichen Fortschritt zum Schwanewede-Spiel. Doch was hilft es, wenn die Punkte doch beim Gegner bleiben? In den letzten beiden Spielen muss der ETB unbedingt seinen drittletzten Platz gegenüber VfL Fredenbeck II verteidigen, der zwei Punkte weniger auf dem Konto hat. Den viertletzten Rang werden die Elsflether wohl nicht mehr erreichen, weil die HSG Delmenhorst ihren Vorsprung auf den ETB am Wochenende auf drei Zähler ausgebaut hat.
Jetzt hängt beinahe alles von der SG VTB Altjührden ab. Steigt sie aus der 3. Liga in die Oberliga ab, muss dort auch der Drittletzte runter. Wenn nicht, kann der Elsflether TB durchatmen – wenn er denn den drittletzten Platz halten kann.
ETB: Völkers, K. Danielzik – Zindler (5), Santen (4), B. Rußler (4/1), Oberegger (3), Pille (2), Rambau (1), Wille (1), Mohr.
Spielstationen: 0:1 (2.), 7:3 (9.), 15:8 (27.), 15:11 (30.), 15:14 (32.), 21:15 (47.), 24:18 (56.), 27:20 (60.).
