Elsfleth - Das Fernduell mit GW Mühlen hält an. Nach dem vorletzten Spieltag der Landesliga-Saison sind die Handballerinnen des Elsflether TB weiterhin dick im Geschäft um den Relegationsplatz, der zu Aufstiegsspielen für die Oberliga berechtigt. Durch den 34:23 (13:12)-Heimsieg gegen den TV Neerstedt hat die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami am Sonnabend gegenüber den punktgleichen Grün-Weißen sogar einen Treffer im Torverhältnis aufgeholt. Die Differenz beträgt jetzt nur noch sechs Treffer.

Dabei hatte es zu Beginn noch gar nicht nach einem klaren Heimsieg ausgesehen. „Wir sind schlecht aus den Socken gekommen“, gab Adami zu Protokoll. Die Abwehr agierte passiv, so dass Elsfleth es den immer noch abstiegsbedrohten Neerstedterinnen viel zu leicht machte, Tore zu erzielen. Zudem schlichen sich vorne kleinere Fehler ein. Die Gastgeberinnen wollten mit aller Macht Tore auf Mühlen gutmachen. Viele Aktionen waren deshalb überhastet. „Wir waren ungeduldig“, fand auch Coach Adami.

Trotz einiger Zeitstrafen kurz vor der Pause kam der ETB nach anfänglichem Rückstand wieder heran. Fast mit dem Pausenpfiff gelang die erste Führung (13:12).

Adami sah sich in der Kabine dennoch genötigt, ein paar eindringliche Worte an seine Spielerinnen zu richten. Die fruchteten auch. Im zweiten Abschnitt trat die Deckung wesentlich aggressiver auf.

Die Gäste kamen nun kaum noch zur Entfaltung. Konditionell war Elsfleth haushoch überlegen. Nach Ballgewinnen rollte der Gegenzug-Express. Weil die Rückwärtsbewegung bei Neerstedt immer mehr nachließ, erspielte sich der ETB eine komfortable Führung. Selbst bei Gegentoren leitete Lena van Dreumel die Schnelle Mitte derart zackig ein, dass der ETB gleich mit einem Gegenstoßtor antwortete. Am Ende stand ein zur Halbzeit noch kaum für möglich gehaltener hoher 34:23-Erfolg.

„Trotz Startschwierigkeiten hat die Mannschaft eine kämpferische Top-Leistung abgeliefert“, fand Trainer Ulrich Adami.

Dass der zweite Platz überhaupt noch möglich ist, liegt auch daran, dass GW Mühlen gegen das abgeschlagene Schlusslicht „nur“ mit 25:15 gewonnen hat.

Somit kommt es am kommenden Sonnabend zu einem Herzschlagfinale. Elsfleth tritt um 17 Uhr beim mittlerweile abgestiegenen SV SW Osterfeine an. Zeitgleich erwartet Mühlen Frisia Goldenstedt. Der TuS hat am Sonnabend Meister TV Cloppenburg mit 27:23 geschlagen. Es scheint nicht mehr unmöglich, dass die Elsfletherinnen die sechs Treffer in der Tordifferenz noch aufholen können. „Vor vier oder fünf Spielen hatten wir eigentlich keine Chance mehr“, freut sich Adami über die immer noch vorhandene Aufstiegsmöglichkeit.

ETB: von Seggern - Adami (11/6), Matschei (7), Breipohl (5), Buttelmann (5/1), van Dreumel (3), Finger (3), Thümler, Wagenaar, Mielke, Krause, Nowack, Oberegger, Dubberke.

Stationen: 0 :3 (5.), 5:5 (14.), 5:8 (17.), 8:11 (24.), 13:12 (30.), 18:14 (38.), 22:15 (44.), 23:19 (48.), 29:19 (54.), 34:23 (60.).