Emden/Nordenham - Sie waren ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen – und sie konnten die Ausfälle zu keinem Zeitpunkt kompensieren: Die Handballer der HSG Blexer TB/SV Nordenham haben am Wochenende eine Auswärtsniederlage kassiert. Sie mussten sich der HSG Emden mit 16:25 (8:16) geschlagen geben. Mit 3:23 Punkten sind sie Tabellenvorletzter der Landesklasse Nord.
Deutlicher Rückstand
Nach zwei Minuten blickten die Nordenhamer Handballer entsetzt auf die Anzeigetafel: Sie lagen schon mit 0:4 zurück. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich gedacht: Wenn das in diesem Tempo so weitergeht – na dann: Prost Mahlzeit“, sagte der Nordenhamer Spielertrainer Daniel Pargmann.
Doch anschließend steigerte sich seine Mannschaft. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gut dagegengehalten“, meinte der Trainer. Die personellen Alternativen seien dann doch arg begrenzt gewesen, sagte er. Das heißt: Bis auf René Strahlmann, der mit den Außenspieler tauschte, gab es keine Wechseloptionen. Und in Person von Chris Cordsmeier lief ein Spieler im Nordenhamer Trikot auf, der laut Pargmann zuvor noch nicht mit dem Team trainiert hatte. „Dafür hat er seine Sache aber recht ordentlich gemacht“, sagte Pargmann. Wohl wahr: Cordsmeier warf vier Tore.
Realistische Gäste
Angesichts des personellen Dilemmas waren die Nordenhamer mit einer ordentlichen Portion Realismus ins Spiel gegangen. „Wir wollten den Platz erhobenen Hauptes verlassen“, sagte Pargmann. „Während des Spiels haben wir uns dann vorgenommen, nicht zweistellig zu verlieren.“ Deshalb sei die Niederlage auch kein Beinbruch.
Im Gegenteil: Gerade in der Offensive zeigten die Nordenhamer gute Ansätze. „Wir haben viel über den Kreisläufer gespielt – und das auch gut gemacht“, sagte Pargmann und lachte, war er doch selbst als Kreisläufer aufgelaufen. Der Spielertrainer holte zwar gleich vier Siebenmeter heraus, allerdings verwandelten die Gäste davon nur einen einzigen.
Träne im Knopfloch
Obwohl Pargmann aufgrund der kämpferischen Leistung den Hut vor seiner Mannschaft zog, blickte er mit einer Träne im Knopfloch auf den Spieltag zurück. „Ich bin mir sicher, dass wir gegen Emden mit voller Kapelle etwas hätten holen können. Das Potenzial dazu ist da. Und außerdem hätte ich die Emder dann doch ein wenig stärker erwartet.“
HSG: Timon Hünnekens - Cordsmeier (4), Arens (3), Strahlmann (3/1), Kevin Hünnekens (2), Palm, Pargmann (1), Patzke (3).
Stationen: 4:0 (4.), 6:4 (11.), 12:7 (24.), 13:8 (30.), 14:10 (34.), 18:13 (45.), 21:15 (50.), 25:16 (60.).
