EMDEN - An diesem Sonnabend wird die Knock bei Emden zum ersten Male in der Geschichte des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) Austragungsort einer Friesensportgroßveranstaltung sein. Die besten Hollandklootwerferinnen und -werfer treffen sich ab 13 Uhr auf dem weitläufigen Areal direkt am Nordseedeich, um ihre Meister zu ermitteln. Die Hollandklootbahn gilt als absolute Powerstrecke und dürfte vor allem den wurfstarken Aktiven entgegen kommen.
Wer in den weiblichen und männlichen Altersklassen A-, B- und C-Jugend sowie bei den Frauen und Männern sich die begehrten Medaillen sichern kann, ist mehr als drei Monate nach der Europameisterschaft schwer vorher zu sagen.
Auf internationale Erfahrung können Alexander Windt (Utgast) und Henning Eden (Eggelingen) bauen, werden aber ihre Rechnung wohl mit dem Standkampf-Europameister Timo Petznik aus Grabstede und einer weiteren Garde oldenburgischer Spitzenkönner machen müssen.
Noch schwerer ist eine Vorhersage in den weiblichen Jugendklassen. Hier wird die Feldkugel fast ausschließlich mit dem Boßelschlag geworfen und neben den zahlreichen hochtalentierten Flüchterinnen dürften auch die Straßenspezialisten in die Entscheidung eingreifen können.
Nach ihrer Goldmedaille von Irland wird es sich Christina Damken (Reitland) bei den Frauen nicht nehmen lassen, ihrer umfangreichen Edelmetallsammlung ein weiteres Exemplar hinzu zu fügen. Viele bekannte Größen werden sich um die Medaillen bei den Männern bewerben. Sind es die „jungen Wilden“ um Jugendeuropameister Stefan Runge aus Kreuzmoor, Daniel Brungers und Horst Dieling aus Münkeboe-Moorhusen, oder werden die etablierten Spitzenwerfer des FKV die Meisterschaft unter sich ausmachen?
Aber nicht nur die zu vergebenen Medaillen haben die Friesensportler im Visier, denn gleichzeitig werden die zehn Bestplatzierten der Männer, Frauen und der weiblichen und männlichen Jugend für ein einmaliges Ausscheidungswerfen am 28. März 2009 für die Deutschen Meisterschaften nominiert.
