Hude - Ein Sommercamp in der Huder Jugendherberge: Spiel, Spaß, Spannung wird den teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 11 bis 14 Jahren jeden Tag reichlich geboten: Gemeinsam wird ein Floß gebaut. Teamgeist ist auch im Niederseilgarten gefragt. Beim Bogenschießen dürfen sich die Jugendlichen auf die Spuren von „Robin Hood“ begeben.

Das Ungewöhnliche: Während der gesamten, achttägigen Freizeit wird Englisch gesprochen.

Mit der Idee, ein solches Englisch-Camp in Hude anzubieten, hat Jugendherbergsleiterin Kirsten Jensen-Gentsch voll ins Schwarze getroffen.

Das Camp in Hude war bundesweit über das Jugendherbergswerk beworben worden. Sehr frühzeitig waren alle Plätze belegt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde ein weiterer Trainer engagiert, so dass 29 Jugendliche mitmachen konnten. 

Insgesamt sind es drei Trainer, die sich rund um die Uhr um die Teilnehmer kümmern: Nicole Profittlich, Daniel Richter und Raimund Juraschek von „Erlebnis & Training“ aus Lüneburg.

Es wird Englisch gesprochen, so die Regel. Jeden Tag gibt es nicht nur Spiel und Spaß, sondern auch ein bis zwei Stunden theoretischen Unterricht, in dem es um wichtige Vokabeln, unregelmäßige Verben und einfache Zeiten geht. Tagebücher werden auf Englisch geführt, in denen die Teilnehmer ihre Erlebnisse dokumentieren.

Englisch fassbar und erlebbar machen, die Lust an der englischen Sprache fördern – so die Intention des Camps. Und wenn die Teilnehmer aus Gummireifen und Brettern auf dem nahe gelegenen See ein Floß bauen, dann müssen sie auf Englisch ihre Konstruktion erklären.

Beim Bogenschießen („archery“) gibt es die Hinweise zur richtigen Handhabung für die Schützen („shooter“) natürlich auf Englisch. Im Niedrigseilgarten mitten im Wald erfahren die Teilnehmer, dass sie sich auf den „Mohawk Walk“ begeben, so wie einst die Indianer. Und sie lernen, wie wichtig es gerade in solchen Situationen ist, wenn man sich gegenseitig hilft. So wird nicht nur die englische Sprache trainiert, sondern auch das soziale Verhalten.

„Teamarbeit gehört dazu“, so der 13-jährige Daniel. Die Stimmung im Camp sei gut, sagt er.

Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, die meisten allein, andere in Begleitung von Geschwistern. Erstaunlich viele sind aus der Region dabei, so Kirsten Jensen-Gentsch. „Man muss eben gar nicht weit wegfahren, um etwas zu erleben“, freut sich die Jugendherbergsleiterin über das große Interesse.

Den Teilnehmern gefällt’s in Hude.

„Der Floßbau war toll“, sagt die 14-jährige Anne Rieke.

Vivien (12) hat schon gleich zu Beginn des Camps das Stockbrotbacken am Lagerfeuer gut gefallen. Und die vielen spannenden Spiele – natürlich auf Englisch. Dabei werden auch neue Freundschaften geschlossen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude