Durch ein umstrittenes Siebenmetertor nach Einsatz des Videobeweises spielten die deutschen Handballer in ihrem EM-Gruppenspiel gegen Slowenien am Montag 25:25. Maximilian Eilers (29/TSG Hatten-Sandkrug) ist selbst Schiedsrichter bis zur Oberliga und nimmt zu dieser Szene Stellung.
Herr Eilers, wie haben Sie die spielentscheidende Szene gesehen und wie bewerten sie die Entscheidung der Schiedsrichter.
EilersDie Schiedsrichter haben aufgrund der 30-Sekunden-Regel auf Rote Karte und Siebenmeter entschieden, weil sie von einer klaren Behinderung ausgegangen sind. Allerdings lag in diesem Fall keine Verhinderung des Anwurfes vor, sondern nur ein Abstandsvergehen. Dieses hätte mit einer Zeitstrafe und Freiwurf geahndet werden müssen. Somit war es prinzipiell eine Fehlentscheidung - sofern die Spielzeit noch nicht abgelaufen war.
Wie stehen Sie generell zum Videobeweis im Handballsport?
EilersIch habe in diesem Spiel zum ersten Mal mitbekommen, dass es zum Videobeweis gekommen ist. Generell bin ich kein Freund davon. Im Fußball sieht man ja auch, dass es trotz der Technik nicht immer reibungslos klappt. Der Handball lebt von seiner Schnelligkeit, und da gehören auch mal knifflige Entscheidungen dazu.
Welche Prognose haben Sie für den weiteren Turnierverlauf und was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu?
EilersDas ist schwer zu sagen. Es gibt einige Favoriten. Ich hoffe, dass sich die deutsche Abwehr durch die Nachnominierung von Finn Lemke stabilisiert. Eine Medaille traue ich dem Team zu.
