Hasbruch - Bjarne Brinkmann gewann den Spurtpreis: Der Schüler aus Ganderkesee war beim fünften Hasbruchtag der Erste, dem Gerold Sprung an der Jagdhütte den finalen Stempel auf den Laufzettel drückte – alle vier Stationen entlang der gut drei Kilometer langen Wegstrecke durch den Wald hatte er absolviert.
Sprung, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs, stempelte im Laufe des Sonntags noch Hunderte weitere Teilnahmekarten ab und überreichte Urkunden an die Wanderer, die unterwegs an den kleinen Tischchen Halt gemacht hatten, wo Helfer der Hasbruchfreunde Fragen und Aufgaben zu Flora und Fauna stellten. Der Hasbruchtag stieß wieder auf große Resonanz. Vor allem das gute Wetter lockte Wanderer und Familien in den Wald. „Wir wollen ja keine Rekorde jagen“, meinte Sprung auf die Frage nach der Besucherzahl. „Aber die Veranstaltung wird immer bekannter“, hat er festgestellt.
Am Erfolgsrezept der vergangenen Jahre hatte das Organisationsteam um Anke Fink-Heinemann nicht gerüttelt: Von drei Startpunkten in Vielstedt, Falkenburg und Bookholzberg aus machten sich die Besucher auf den Weg. Jeweils vier Erlebnisstationen warteten unterwegs auf sie. Bei Bettina Cordes und Gisela Behrends zum Beispiel galt es, Bäume anhand von Rinde, Holz und Blättern zu identifizieren. Bei Eiche und Kastanie fiel die Erkennung leicht, bei Rot- und Weißbuche war’s schon schwieriger – „denn die Blätter der Rotbuche sind gar nicht rot, wie viele meinen – rote Blätter hat die Blutbuche“, erklärte Bettina Cordes immer wieder interessierten Kindern.
Geballte Informationen gab es dann bei der Jagdhütte, wo wieder zahlreiche Organisationen ihre Stände aufgebaut hatten. Die Kreisjägerschaft Delmenhorst-Oldenburg/Land war dabei, ebenso der Naturschutzbund und die Landesforsten. Und die Huder Apotheke am Schützenplatz klärte über Gefahren durch Zeckenbisse auf. Erstmals vertreten war die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg mit Informationstafeln zu Naturschutzgebieten in der Region.
Besonders freuten sich die Hasbruchfreunde über den Beitrag des Technischen Hilfswerkes Hude-Bookholzberg. Dessen Jugendgruppe hatten mit Brettern und Seilen eine Behelfsbrücke über die Brookbäke errichtet, einen sogenannten Trümmersteg. Außerdem stellten sie das THW-System zur Höhenrettung vor.
Auch die Bewirtung an der Jagdhütte war bestens organisiert. „42 Kuchen haben wir gebacken“, berichtete Anke Fink-Heinemann. Am Nachmittag war nicht mehr viel davon übrig.
