Landkreis - Erfolgsbilanz für die Handballer aus dem Landkreis in der Landesklasse: Die HSG Grüppenbühren/ Bookholzberg II setzte sich gegen Aurich durch, der TV Neerstedt II schlug Wilhelmshaven II.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II - MTV Aurich 28:25 (13:19). Mit einem unglaublichen Endspurt drehte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II in den letzten 15 Minuten einen Neun-Tore-Rückstand und siegte mit 28:25 gegen einen völlig konsternierten MTV Aurich. Dabei traten die Gäste nur mit einem Minikader von acht Spielern an, doch dominierten sie 45 Minuten lang das Spiel und sahen nach einer 25:16-Führung Mitte der zweiten Hälfte schon wie die sicheren Sieger aus.

Bereits in der ersten Hälfte setzten die Auricher deutliche Akzente, von der HSG-Deckung gab es kaum Gegenwehr. Der MTV setzte sich auf 14:6 (19.) mehr als deutlich ab, ehe die Hausherren den Rückstand bis zur Pause auf sechs Tore verkürzen konnten.

Eine Hinausstellung gegen einen Auricher Spieler schien Mitte der zweiten Hälfte ein Weckruf für das Team von Interims-Coach Sebastian Mielcarek gewesen zu sein. Die Deckung der Heimmannschaft formierte sich zu einem kaum noch zu überwindenden Bollwerk. Keeper Jan-Dirk Alfs ließ in der verbleibenden Zeit keinen einzigen Treffer mehr zu. Im Angriff erzielte Nico Mönnich einige Kontertore. Nach einer furiosen Aufholjagd erzielte Nils Hammler schließlich drei Minuten vor dem Ende den 25:25-Ausgleich. Da Aurich schon hier kräftemäßig am Ende war, verdiente sich die HSG den Erfolg.

HSG Wilhelmshaven II - TV Neerstedt II 37:38 (18:17). In einer torreichen Begegnung hatte der TV Neerstedt II nach einem Treffer von Lukas Logemann in der letzten Spielminute am Ende mit 38:37 bei der HSG Wilhelmshaven II die Nase vorn, auch wenn der Sieg am Ende etwas glücklich erschien.

Die Abwehr der Neerstedter zeigte einige Schwächen. Zudem gaben die Jadestädter in kämpferischer Hinsicht keinen Zentimeter Boden preis, so dass selbst schon ein klarer Vorsprung für die Landkreisler keine Sieggarantie bot. Der 14-fache Neerstedter Torschütze Torben Schachtschneider und Andre Schröder-Brockshus waren nicht zu bremsen. Auf beiden Seiten fielen Tore wie am Fließband. Bis zum 24:26 (43.) blieben die Hausherren noch auf Augenhöhe, doch schien sich das Team von Thomas Lindenthal nach dem 24:28 durch Thomas Schützmann endgültig befreien zu können. Die HSG ließ aber einfach nicht locker und kämpfte sich erneut ins Spiel zurück. Nachdem Schachtschneider fünf Minuten vor dem Ende auf 31:36 erhöht hatte, wollte Neerstedt diesen Vorsprung bis zum Schlusspfiff verwalten. Beim 36:37 anderthalb Minuten vor Abpfiff war die HSG wieder in Schlagdistanz, ehe Logemann mit dem letzten Neerstedter Treffer den Sack zumachte.