Emden - „Ready? Go!“ Fünf Armwrestler des FC Loquard haben erste Turnierluft geschnuppert. Bei dem vom fünffachen Deutschen Armwrestling-Meister Klaus Surmann in Schapen ausgerichteten Emsland-Cup glänzten die Krummhörner in der Newcomer-Klasse. Auch das Training im Vereinsheim läuft vielversprechend. Noch in diesem Jahr wollen die Loquarder ihr erstes eigenes Armwrestling-Turnier für Newcomer und Profis auf die Beine stellen.
„In erster Linie ging es für uns darum, erste Wettkampfluft zu schnupper“, sagt FCL-Spartenleiter Henning Kuhlmann. Doch als der Schiedsrichter die Duelle mit den Worten „Ready? Go!“ freigab, zeigte sich die hohe Qualität, die in der erst vor wenigen Monaten neu gegründeten Sparte des FC Loquard steckt. Zwei Armwrestler übertrafen in der Newcomer-Klasse dabei alle Überwartungen. Richard Siebels belegte mit seinem linken Arm in der Kategorie +80 Kilogramm den ersten Platz. Marcell Kruse sicherte sich mit seinem rechten Arm (+80 kg) den zweiten Platz. „Das ist schon ein recht ordentliches Ergebnis“, findet Kuhlmann. Doch einen kleinen Wermutstropfen gab es auch: „Unser bester Player Timo Lührsen ist leider an der Schulter verletzt und kann momentan nicht an Wettkämpfen teilnehmen.“
Richard Siebels und Marcell Kruse (rechts im Bild) freuten sich über ihren Erfolg im Emsland.
Das Turnier des fünffachen Deutschen Meisters stieß bei den übrigen Loquardern durchweg auf große Begeisterung. „Über 30 Leute, darunter auch welche aus Frankfurt und Holland, sind teilweise quer durch Deutschland gereist, um mitzumachen. Das war wirklich eine tolle Sache“, findet Kuhlmann. In einem handfesten Wettkampf zu drücken, sei noch einmal eine ganz andere Hausnummer gewesen. „Nach so einem Turnier wissen wir genau, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen“, erklärt Kuhlmann. Zudem gaben die Profis im Anschluss an die Duelle im sogenannten „After Pulling“ noch einmal wertvolle Tipps. „Wir sind nun um viele Erfahrungen reicher.“
FCL-Spartenleiter Henning Kuhlmann ist auch mit den Fortschritten im Training hochzufrieden.
Die neugewonnenen Erkenntnisse wurden im Training auch direkt mit einbezogen. „Vor allem die Ready-Go-Starts trainieren wir noch effektiver“, erklärt Kuhlmann. Außerdem haben die Loquarder ihre Matches im Emsland mit dem Handy aufgenommen, um die dort angewandten Techniken im Nachgang zu analysieren und gegebenenfalls noch verbessern zu können. Nach dem Wettkampf ist der Ehrgeiz bei den Armwrestlern noch einmal erheblich gestiegen. „Wir sind aber auch immer mit viel Spaß bei der Sache und haben für unsere Sparte tolle Menschen erwischt“, ergänzt Kuhlmann. Jeden zweiten Donnerstag wird im Loquarder Vereinsheim fleißig trainiert. Bei den jeweiligen Einheiten sind immer um die sechs Leute, manchmal auch acht vor Ort. Mit Sonja Claassen ist sogar eine Frau im Armwrestling-Team vertreten. „Es wäre aber natürlich schön, auch für Sonja, wenn noch mehr Frauen dazustoßen würden“, sagt Kuhlmann. Die nächste Einheit ist für den 15. Februar angesetzt. Am 25. Februar steht dann eine gemeinsame Session mit den Armwrestlern des SG Freren im Loquarder Vereinsheim an.
Große Pläne werden auch schon für das Sportwochenende in knapp drei Monaten geschmiedet. Am 4. Mai wollen die FCL-Armwrestler ihr erstes eigenes Turnier für Newcomer und Profis auf die Beine stellen. „Leute, die an einer Teilnahme interessiert sind, dürfen gerne vorher im Training vorbeischauen“, sagt Kuhlmann. Die jüngsten Entwicklungen der Sparte stimmen ihn dabei durchweg positiv. Mit neuem Elan und mittlerweile sogar eigenen Trikots, die von anderen Armwrestlern bereits bewundert wurden, gehen die Loquarder ihre nächsten Herausforderungen an – bis es dann wieder heißt: „Ready? Go!“
