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Dorfleben Nach Schulverkauf: Sportler sollen Ersatz bekommen

Horst Lohe

ESENSHAMM - Anfang Mai hat der Stadtrat einstimmig den Verkauf des Esenshammer Schulgebäudes an Ärzte beschlossen, die dort eine fachmedizinische Einrichtung betreiben wollen. Die Übergabe soll zum 1. September dieses Jahres erfolgen. In der Folge gehen Umkleide-, Dusch- und Abstellräume, ein Besprechungsraum und ein Schiedsrichterraum im Schulgebäude, die für den Spielbetrieb auf dem benachbarten Sportplatz genutzt werden, verloren. Über einen ausreichenden Ersatz haben jetzt der Bauausschuss und der Sport-, Freizeit- und Kulturausschuss des Stadtrates beraten.

Im Grundsatz einig

Ergebnis ist ein einstimmig gefasster Grundsatzbeschluss. Danach sollen entsprechend dem Bedarf des Sportvereins Esenshamm Räume in der benachbarten Sporthalle oder in einem Anbau eingerichtet werden. Wie genau und mit welchem Kostenaufwand das geschehen soll, ist noch offen.

Zudem soll – ebenfalls noch in diesem Jahr – für eine nötige neue Versorgung des Sportplatzes mit Wasser und Strom (Flutlicht) gesorgt werden. Bisher erfolgt die Versorgung über das Schulgebäude.

Die Kosten für neue Versorgungsleitungen von der Esenshammer Turnhalle über das Nebengebäude einschließlich Sportheim zum Sportplatz sind auf etwa 14 000 Euro veranschlagt. Dieses Kosten fallen unabhängig von einer Erweiterung der Räume in der Turnhalle an.

Bevor dieser Grundsatzbeschluss auf Antrag von Angelika Zöllner (SPD) aus Esenshamm gefasst wurde, hatten sich die Ausschüsse vor Ort in Esenshamm ein Bild von den Gegebenheiten gemacht und mit Vertretern des Sportvereins gesprochen.

Zwei Varianten

Die Stadtverwaltung hatte zwei Lösungsvarianten aufgezeigt. Nach der sogenannten großen Lösung könnte die Turnhalle um einen Umkleide- und Duschraum sowie eine Schiedsrichterumkleide und ein Außen-WC erweitert werden. Die Kosten werden auf insgesamt 58 000 Euro geschätzt. Im Zuge des Anbaus könnte der Brauchwasserspeicher ausgetauscht werden (Kosten: etwa 8300 Euro). Zugleich sollte aus energetischen und betriebswirtschaftlichen Gründen der Austausch der 25 Jahre alten Heizung geprüft werden.

Als kleine Lösung könnte ausreichen, den vorhandenen Außengeräteraum als Umkleideraum für die Fußballsparte herzurichten und auf einen Anbau zu verzichten. Dafür spricht laut Verwaltung, dass infolge der Schließung der Grundschule Hallenkapazitäten frei werden und eventuell Nutzungszeiten so umgelegt werden könnten, dass die vorhandenen Sanitär- und Umkleideräume auch von Fußballern genutzt werden könnten.

Wie auch immer: Finanziert werden könnten sowohl große als auch kleine Lösung aus dem Verkaufserlös der Grundschule.

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