Essen - Wer es noch nicht wusste, den traf es am Finaltag der Spiele in der Ponyliga Südoldenburg – die NWZ berichtete – um so härter. Was Albert Rohe bereits mehrfach angekündigt hatte, ist jetzt Gewissheit.
Der Pferdeliebhaber aus Steinfeld hat seinen Posten nach über 20 Jahren als Moderator und Spielführer im Teilbereich Süd der Ponyliga Südoldenburg abgegeben. Nicht nur bei den Erwachsenen, bei denen er wegen seiner offenen und ehrlichen Art besonders geschätzt wurde, sah man betroffene und traurige Gesichter. Am schlimmsten traf es offensichtlich die Kinder und die Jugendlichen, denen er ein väterlicher Freund war – es flossen auch Abschiedstränen. Und diese waren gewiss echt: Albert Rohe wachte nicht nur akribisch über eine gerechte Einstufung der einzelnen Gruppen, sondern war stets bemüht, den Spielfluss zu beschleunigen. Den Reiternachwuchs spornte er mit humoristischen Sprüchen zu Leistungssteigerungen an, sah es dabei aber als wichtigste Aufgabe an, den Gemeinschaftssinn und die Fairness zwischen den Mitbewerbern zu fördern und den Schutz der Ponys zu beachten. Erstaunlich war auch sein Gedächtnis.
Es gab kaum Akteure, deren Vornamen er nicht kannte. Auch sparte er nicht mit Lob für den Reiternachwuchs, und er verstand es, weniger erfolgreiche Teilnehmer aufzubauen und ihnen überzeugend Trost zu vermitteln. Gern wird man sich mit Dankbarkeit an Albert Rohe erinnern und als Gast bei weiteren Veranstaltungen schätzen. Mit Pia Fühner hat der Ponyliga-Teilbereich-Süd inzwischen eine fachlich versierte neue Spielführerin gefunden.
