Elsfleth - „Das war nichts.“ Ulrich Adami, Trainer der Oberliga-Handballer des Elsflether TB, war nach der 27:30 (13:15)-Heimniederlage am Sonntag gegen den TSV Bremervörde enttäuscht. Gegen den bisherigen Tabellennachbarn leisteten sich seine Schützlinge vor allem in der Deckung zu viele individuelle Fehler. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz ist durch diese Pleite auf bedrohliche vier Punkte zusammen geschmolzen.
Die Elsflether versuchten ihr Glück zunächst mit einer Manndeckung gegen Bremervördes überragenden Spielmacher Adnan Salkic. Diese Maßnahme fruchtete überhaupt nicht – nach vier Minuten lag der ETB mit 0:3 hinten. Also Kommando zurück – mit der 6:0-Formation gelang den Hausherren schnell der Anschluss, und es entwickelte sich eine offene Partie.
Die Gäste wiederum zogen ihre Manndeckung gegen Elsfleths Halbrechten Christopher Santen konsequent durch. „Da haben wir uns nicht gut drauf eingestellt. Unser Spiel war zu linkslastig“, sagte Adami.
Doch die Angriffsleistung war eher das geringste Problem. Vor allem hinten zeigte der ETB ungewohnte Schwächen. „Bremervörde hat das Tempo aus dem Spiel genommen und auf unsere Fehler gewartet. Und die haben wir dann auch gemacht“, sagte Adami.
Zu oft griffen die Hausherren zu spät ins Geschehen ein. Insgesamt sechs Zeitstrafen waren die Folge. Die cleveren Gäste nutzten ihr Überzahlspiel geschickt aus. Übrigens: Auch der TSV kassierte sechs Hinausstellungen. Doch der ETB konnte diese nur selten nutzen.
Trotzdem war bis fünf Minuten vor dem Ende alles offen. Der A-Junior Lasse Pape erzielte den 27:27-Ausgleich. „Da habe ich gedacht, wir biegen das Spiel noch um“, sagte Adami.
Nix da. Nachdem Bremervördes achtfacher Torschütze Lars von Kamp das 28:27 für sein Team geworfen hatte, vergab erst Bela Rußler seinen einzigen von fünf Siebenmetern, und zu allem Überfluss erhielt kurz darauf Robert Mohr eine Zeitstrafe. Der TSV machte mit zwei weiteren Treffern alles klar.
„Das war ein wichtiges Spiel, was wir vergeigt haben“, sagte Adami. Bremervörde wäre schlagbar gewesen. Aber der TSV habe wegen der vielen Fehler seiner eigenen Mannschaft verdient gewonnen.
ETB: Völkers, K. Danielzik – C. Danielzik (5), B. Rußler (5/4), Oberegger (4), Bolte (4), Mohr (4), Santen (2), Zindler (2), Pape (1), van Dreumel, von Lien, Wille.
Spielstationen: 0:3 (4.), 5:5 (11.), 9:10 (23.), 13:15 (30.), 18:20 (39.), 23:21 (45.), 25:27 (53.), 27:27 (56.), 27:30 (60.).
