Elsfleth/Hannover - Die U12-Faustballerinnen des Elsflether Turnerbundes (ETB) haben ein furioses Turnier gespielt bei der Landesmeisterschaft in Empelde bei Hannover. Die Mannschaft kehrte als Vizemeister zurück.
Die weibliche U12 machte ihr Motto (nach dem ersten Spiel sind wir wach) alle Ehre. Mit 11:4- und 11:2-Punkten besiegten die Elsfletherinnen im Auftaktspiel den VfL Hannover, der für die folgende Gruppenphase der richtige Aufbaugegner war.
Im zweiten Spiel hatten die Mädchen einen schweren Brocken zu überwinden, es ging gegen den amtierenden Deutschen Meister TV Jahn Schneverdingen. Im ersten Satz setzte sich Schneverdingen mit etwas Glück mit 11:8 durch, im zweiten Satz dominierten die ETB-Mädchen das Spiel und gewannen deutlich mit 11:3-Punkten. Die beiden Mannschaften sollten sich bei dieser Meisterschaft wiedersehen.
Das letzte Gruppenspiel gegen den MTV Wangersen wurde mit 11:8 und 11:4 gewonnen. Der ETB stand als Gruppensieger im Halbfinale.
Die Mädchen trafen auf TSV Essel, der mit einen großen Fan-Block angereist war und im Spiel tüchtig Alarm machte. Aber die ETB-Spielerinnen zeigten sich davon völlig unbeeindruckt und gewannen in zwei Sätzen mit 11:7- und 11:4-Punkten.
Im Endspiel ging es dann gegen TV Jahn Schneverdingen. Das Team hatte sich im Halbfinale gegen den Bezirksmeister Weser-Ems, den TV GH Brettdorf, ebenfalls souverän mit 2:0-Sätzen durchgesetzt. Im Finale trafen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander. Der erste Satz ging mit 12:10- Punkten an den ETB.
Noch bevor der zweite Satz beginnen konnte, erhielt der ETB-Trainer Johann Driefholt eine Hiobsbotschaft: Schlagfrau Melina Hölting hatte sich verletzt und konnte nicht weiterspielen. Hinzu kamen jetzt Konzentrationsschwächen bei der Ballannahme, es kam zu ungewohnt leichten Fehlern. Wegen der langen Anreise waren die Elsfletherinnen schon seit elf Stunden auf den Beinen, sie waren um 6.45 Uhr in Elsfleth gestartet. Diesen Strapazen mussten die Mädchen nun Tribut zollen. Und so gingen die nächsten beiden Sätze mit 5:11 und 8:11 verloren. Mit einem Lächeln im Gesicht, aber müde und erschöpft, ging es nach dem Turnier zurück nach Hause auf die 180 Kilometer lange Strecke. Gegen 22.30 Uhr waren die Faustballerrinnen wieder daheim.
