Elsfleth - Was hat der Elsflether Turnerbund mit Südafrika zu tun? Eigentlich nichts, und dennoch kann es Elsflether Touristen in der südafrikanischen Hafenstadt East London durchaus passieren, dass ihnen eine Handballmannschaft in Trikots des ETB über den Weg läuft.
Die 19-jährige Brakerin Tomke Bruns hatte im vergangenen Jahr noch in der weiblichen A2-Jugend des Elsflether Turnerbundes bei Trainerin Edelgard Pille gespielt. Seit August 2015 arbeitet sie als Teil des „Weltwärts-Projekts“ im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Sport – und zwar in East London, Südafrika (die NWZ berichtete). Dort unterrichtet sie an einer sogenannten Township-Grundschule Sport und Schwimmen. Nach dem Unterricht trainiert sie außerdem zweimal in der Woche die Handballmannschaft ihrer Schule. Die Mannschaft besteht aus 14 Kindern im Alter von elf bis 13 Jahren.
Turnier in Port Elizabeth
Zehn der Kinder nahmen vor kurzem an einem großen Turnier in Port Elizabeth teil. „Das Turnier haben wir mit anderen Freiwilligen, die ebenfalls in Südafrika an anderen Einsatzstellen ihren Freiwilligendienst ableisten, organisiert“, erzählt Bruns. Um als eine richtige Mannschaft auftreten zu können, fehlten natürlich noch Trikots.
Und genau diese hatte die 19-Jährige im Gepäck aus Deutschland. Schon vor ihrer Abreise hatte sie um Trikot-Spenden für ihre Schule in Südafrika gebeten. „Wir haben unsere Schränke durchforstet und eine ganze Menge gefunden, die Tomke direkt mit nach Afrika genommen hat“, erinnert sich Nathalie Adami, Abteilungsleiterin beim ETB. So konnte Bruns zum Turnier einen kompletten Satz Trikots an ihr Team verteilen. „Wie es aussah, brachten diese Trikots meinen Handball-Kids viel Glück, sie gewannen zwei von drei Spielen“, berichtet die Trainerin stolz. „Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich beim Elsflether TB bedanken, dass er mich mit dem Sponsoring des Trikotsatzes sehr gut unterstützt hat“, sagt Bruns.
Beitrag gern geleistet
Mit ihr freut sich auch die Handballsparte des ETB. „Ich hatte sofort Gänsehaut und habe mich total gefreut, dass so fröhliche Gesichter mit unseren Trikots, vor allen Dingen mit unserem Vereinsnamen, in Afrika zu sehen sind. Schön, dass wir damit einen kleinen Beitrag leisten konnten“, findet Nathalie Adami.
