Elsfleth - „Siege mit einem Tor Unterschied sind immer die schönsten“, freute sich Ulrich Adami am Sonntag. Gerade hatten seine Oberliga-Handballerinnen das Heimspiel gegen den TV Oyten II mit 29:28 (15:11) gewonnen und den neunten Tabellenplatz gefestigt. Bis sich der Trainer aber zufrieden zurücklehnen durfte, haben ihm seine Mädels einen wechselhaften Nachmittag verschafft.
Die Anfangsphase gefiel dem Coach schon mal gar nicht. „Wir haben in der Deckung hundsmiserabel gestanden“, klagte Adami. In seiner ureigenen Art – lautstark und unmissverständlich – teilte er dies seinen Spielerinnen auch mit. Doch erst nach dem 4:10-Rückstand stellte sich Besserung ein.
Erfolgreiche Gegenstöße
„Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft“, sagte Adami. Und was für einer. Die Abwehr mit einer starken Torfrau Lena von Seggern dahinter ließ nun (fast) keinen Ball mehr durch. Die Ballgewinne zogen erfolgreiche Gegenstöße nach sich, und aus dem Spiel heraus lief es nun auch rund. „Das sah richtig super aus“, lobte Adami.
Großen Anteil an der Aufholjagd hatten Janine Matschei und Mareike Thümler, die wieder einmal wegen leichter Personalprobleme aushalfen. Die Tore warfen aber zwei andere Spielerinnen. Jennifer Adami war nicht zu halten und netzte insgesamt 16-Mal ein. Und auch Linksaußen Franziska Sommer lieferte eine blitzsaubere Leistung ab. Sie kam am Ende auf sechs Treffer.
Den Sechs-Tore-Rückstand hatten die Elsfletherinnen bis zur Pause schon in eine Vier-Tore-Führung umgewandelt. Doch nach dem Seitenwechsel verpassten sie es, entscheidend davonzuziehen.
Die Gäste berappelten sich wieder und glichen Mitte der zweiten Halbzeit aus. „Dann wurde es ein Spiel auf Messers Schneide“, sagte Ulrich Adami. Mal lag das eine Team vorne, kurz darauf wieder das andere.
Siegtreffer trotz Fouls
Den kleinen aber feinen Unterschied machte Jennifer Adami aus. 34 Sekunden vor dem Abpfiff ließ Oytens Nina Schnaars die ETB-Torjägerin beim Stand von 28:28 zwar über die Klinge springen. Doch unbeeindruckt davon warf Adami den Ball trotzdem ins Tor. Weil Schnaars für ihre rüde Aktion im Nachhinein auch noch eine Zeitstrafe erhielt, konnte der ETB den Sieg in Überzahl souverän über die Zeit bringen.
ETB: von Seggern, Hennig – Adami (16/3), F. Sommer (6), M. Thümler (3), F. van Dreumel (1), C. Sommer (1), Matschei (1), L. van Dreumel (1), Mauritschat, Wiese.
Spielstationen: 2:2 (5.), 4:10 (16.), 15:11 (30.), 18:13 (35.), 18:17 (39.), 22:23 (47.), 26:27 (55.), 29:28 (60.).
