Elsfleth - Die Handballerinnen des Elsflether TB werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die laufende Oberliga-Saison als Siebter beenden. Am drittletzten Spieltag verlor die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami am Sonnabend das Duell gegen den Sechsten TV Dinklage denkbar knapp mit 24:25 (12:13). Die vier Punkte Rückstand auf Dinklage kann der ETB in den letzten beiden Spielen zwar noch aufholen, aber der TVD hat auch das deutlich bessere Torverhältnis. Der Achte TuS Komet Arsten ist schon auf sechs Punkte distanziert.
Spannende Schlussphase
Dabei schrammten die Elsfletherinnen gegen den direkten Konkurrenten nur hauchdünn an einem Unentschieden vorbei. Kurz vor dem Ende lagen sie noch mit 22:25 hinten. 60 Sekunden vor Schluss verkürzte Jennifer Adami auf 24:25. Nach einem Ballgewinn blieben noch 20 Sekunden zur Punkteteilung. Und es rappelte tatsächlich noch einmal im Dinklager Tor, allerdings traf Mareike Thümler zu spät. „Der Treffer fiel Sekundenbruchteile nach dem Abpfiff“, sagte Adami.
Der Trainer hatte eine mitreißende Partie gesehen. „Das war ein tolles Spiel mit viel Tempo“, so Adami. Im ersten Durchgang wog das Spiel hin und her. Dinklage ging zwischenzeitlich mit drei Toren in Führung – Elsfleth glich beim 12:12 aber wieder aus. Trotzdem gingen die Gäste mit 13:12 in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Abschnitts ließ sich der ETB den Schneid abkaufen. „Wir haben in der Deckung die Zuordnung verloren und leichte Gegentore kassiert“, sagte Adami. Bis auf 20:14 enteilte der Gast.
Doch aufgeben gibt’s nicht: Dank einer tollen Moral und ausgeprägtem Kampfgeist waren die Elsfletherinnen beim 20:21 wieder auf Schlagdistanz. Beim 21:22 ereignete sich nach Adamis Meinung die spielentscheidende Szene. Janine Matschei wurde in der Abwehr am Neunmeterkreis von ihrer Gegenspielerin angesprungen. Eigentlich ein Stürmerfoul, wie Adami fand. Doch die ansonsten sehr guten Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter für Dinklage und Zwei-Minuten-Strafe für Matschei. Den Strafwurf parierte Torhüterin Lena von Seggern zwar, doch das Unterzahlspiel blieb.
Starke Torhüterinnen
„Ein Unentschieden wäre am Ende wohl gerecht gewesen“, so Adami. „Ich glaube, wenn das Spiel noch zwei Minuten länger gedauert hätte, hätten wir sogar noch gewonnen.“ Aber trotz der Niederlage machte der Coach seinen Spielerinnen keinen Vorwurf. „Die Mannschaft hat toll gekämpft, aber auch Dinklage hat ein starkes Spiel abgeliefert“, sagte Adami. Besonders die Torhüterinnen Lena von Seggern (ETB) und Karin Kossen (TVD) ragten heraus – nicht nur wegen ihrer jeweils vier gehaltenen Siebenmeter.
ETB: von Seggern – Adami (13/5), Matschei (5), L. Van Dreumel (3), Thümler (2), Buttelmann (1), F. Sommer, Breipohl, Wagenaar, Nowack, F. Van Dreumel, Lösekann.
Stationen: 2:1 (5.), 3:5 (14.), 7:7 (19.), 7:10 (22.), 12:12 (28.), 12:13 (30.), 14:20 (41.), 20:21 (52.), 22:25 (58.), 24:25 (60.).
