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EUROPAMEISTERSCHAFT „Ronaldo bewegt nicht viel“

Euro 2008

Zur Fußball-Europameisterschaft 2008

stellt in loser Folge die NWZ Menschen aus den beteiligten Nationen vor. In dieser Folge geht es um den Portugiesen Joaquim Dias Manteigas. Er lebt seit vielen Jahren in Zetel. Die NWZ veranstaltet zur EM in der Schweiz und in Österreich ein kleines Gewinnspiel.

Wer die Frage auf dem nebenstehenden Coupon beantworten kann, schickt den Coupon an die NWZ in Jever oder in Varel. Zu gewinnen sind zwei Essen für je zwei Personen: Einmal im „Haus der Getreuen“ in Jever, wo Küchenmeister Heino Meyer österreichische Küche serviert, und einmal ein Essen für zwei Personen im „Gröningshof“ in Dangast, wo Küchenmeister Detlef Wagner die Gewinner mit schweizerischen Spezialitäten bekocht. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der 66-Jährige verfolgt intensiv das EM-Geschehen. Der Portugiese lebt seit Anfang der 70er Jahre in Deutschland.

Von August Hobbie

Zetel Joaquim Dias Manteigas stand schon vor dem Spiel zwischen den Nationalteams aus Portugal und Deutschland als Gewinner fest. „Ich konnte nicht verlieren“, schilderte der in Zetel lebende Portugiese seine Eindrücklich hinsichtlich der EM-Begegnung, die das Team von Joachim Löw mit 3:2 für sich entscheiden konnten. „In meinem Herzen schlagen eben zwei Nationalitäten“, erklärte der 66-Jährige, der am Donnerstag beiden Teams die Daumen drückte. Die deutsche Mannschaft habe in der ersten Halbzeit eine glanzvolle Leistung gezeigt. Nach der Pause seien dann die Portugiesen stärker geworden. Doch es habe nicht gereicht. Der Sieg der Löw-Mannschaft sei verdient.

Seit Anfang der 70er Jahre lebt Manteigas in Deutschland. Zunächst in Wilhelmshaven, dann siedelte er im Januar 1973 nach Zetel um. Dort gefällt es ihm nach wie vor gut. Zusammen mit seiner Frau lebt er in der Alten Schanze. In Portugal ist er in der Stadt Castello Branco in der Nähe der spanischen Grenze aufgewachsen. „Als junger Mensch wollte ich in der Welt etwas erleben. Zunächst bin ich nach Frankreich gegangenen. Dann wollte ich zwei bis drei Jahre in Deutschland arbeiten. Dort lebe ich noch heute. Ich bin sehr zufrieden.“

Der NC-Fräser verfolgt die Europameisterschaft intensiv. Alle Spiele der portugiesischen und der deutschen Mannschaft sieht er sich im Fernsehen an. Vor dem Duell der beiden Teams hatte er seinen Landsleuten die Favoritenrolle eingeräumt: „Da spielen gute Fußballer auf Weltklasseniveau.“ Die Niederlage bedeute nicht, dass sie schlecht gespielt hätten. Das deutsche Team habe mehr Druck gemacht: „Das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Insbesondere vor der Pause habe Portugal nur wenig ausrichten können. Auch der Weltklassespieler Ronaldo habe nicht viel bewegen können. Ob der Nationalmannschaft aus Deutschland bei der Europameisterschaft am Ende der große Wurf gelingt, weiß der 66-Jährige nicht: „Alle haben eine Chance, den Titel zu gewinnen.“ Der Verlauf der EM habe gezeigt, dass auch die Favoriten scheitern könnten: „Die Franzosen sind schon frühzeitig ausgeschieden. Damit konnte doch keiner rechnen.“ Bis zum Endspiel müsse abgewartet werden, was sich tue. Auch das Glück werde eine nicht

zu unterschätzende Rolle spielen.

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