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EUROPAMEISTERSCHAFT Schweden keine Fußballnation

Euro 2008

Zur Fußball-Europameisterschaft 2008

stellt in loser Folge die NWZ Menschen aus den beteiligten Nationen vor. In dieser Folge geht es um die Schwedin Eva Guddat. Sie lebt seit vielen Jahren in Varel. Die NWZ veranstaltet zur EM in der Schweiz und in Österreich ein kleines Gewinnspiel.

Wer die Frage auf dem nebenstehenden Coupon beantworten kann, schickt den Coupon an die NWZ in Jever oder in Varel. Zu gewinnen sind zwei Essen für je zwei Personen: Einmal im „Haus der Getreuen“ in Jever, wo Küchenmeister Heino Meyer österreichische Küche serviert, und einmal ein Essen für zwei Personen im „Gröningshof“ in Dangast, wo Küchenmeister Detlef Wagner die Gewinner mit schweizerischen Spezialitäten bekocht. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Für die in Varel lebende Erzieherin ist eine Niederlage der schwedischen Mannschaft bei der EM keine Katastrophe, Fußball sei doch nur ein Spiel.

Von August Hobbie

Varel „Wenn zwei Männer im Haus sind, dann muss man ja bei der Europameisterschaft mitmachen und sich dafür interessieren.“ Die Schwedin Eva Guddat verfolgt, „inspiriert“ von ihrem Mann und ihrem Sohn, die Begegnungen der Fußball-EM. Dabei hofft sie natürlich, dass sich ihre Landsleute auch für die nächste Runde qualifizieren. Die Chancen seien ja vorhanden. Die Schweden treffen an diesem Mittwoch (20.45 Uhr) auf die Auswahl aus Russland. Auch die „beiden Männer“ im Haus drücken dann der skandinavischen Mannschaft die Daumen. Der 20-jährige Sohn war Fußballer, hat aber inzwischen die Sportart gewechselt. Jetzt spielt er beim SC Varel Rugby.

Wenn allerdings Deutschland und Schweden im direkten Vergleich aufeinander treffen, gibt sich die Eva Guddat, die seit Ende der 80er Jahre in Varel lebt und sich in Südfriesland ausgesprochen wohl fühlt, diplomatisch: „Dann soll einfach das bessere Team gewinnen.“ Schweden sei nicht die große Fußballnation wie Deutschland oder England: „Bei uns steht der Eishockeysport insbesondere im Winter an erster Stelle. Für die Erzieherin, die lange Jahre in Tansania gelebt und dort auch ihren Mann kennen gelernt hat, bricht die Welt nicht zusammen, wenn die schwedischen Kicker verlieren: „Fußball ist doch nur ein Spiel.“ Sie unterrichtet in Varel schwedisch, singt im Vareler Gospelchor und hegt und pflegt gerne ihren großen Garten. Außerhalb der Europameisterschaft rückt der Fußball weiter in den Hintergrund: „Die Bundesliga interessiert mich nicht.“

Anders stellt sich die Lage im Zusammenhang mit der aktuellen Europameisterschaft da. Für Eva Guddat habe das schwedische Team durchaus Chancen, etwas zu erreichen. Aus der Mannschaft von Nationaltrainer Lars Lagerbäck seien Zlatan Ibrahimovic und Markus Rosenberg wohl die bekanntesten Namen. Jetzt müsse abgewartet werden, wie die Begegnung gegen Russland ausgehe. Alles sei möglich in diesem letzten Spiel der Vorrunde. Die Chancen für die Schweden stünden aber recht gut. Doch in der nächsten Runde werde es noch schwerer: „Die Mannschaft der Niederlande ist sehr gut und wohl nur schwer zu bezwingen.“

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