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Heimsieg gegen BG Göttingen Baskets Oldenburg genießen „richtig wichtigen Sieg“

Taktikbesprechung: Oldenburgs Trainer Pedro Calles (Zweiter von links) gibt mit Geno Crandall (Mitte) Anweisungen. Kenneth Ogbe (links), Len Schoormann und Ebuka Izundu hören zu.

Taktikbesprechung: Oldenburgs Trainer Pedro Calles (Zweiter von links) gibt mit Geno Crandall (Mitte) Anweisungen. Kenneth Ogbe (links), Len Schoormann und Ebuka Izundu hören zu.

Martin M. Wilczynski

Oldenburg - Den Moment des Erfolgs wollte Pedro Calles voll auskosten. Den Blick auf die kommenden Aufgaben schob der Trainer der EWE Baskets Oldenburg am Samstagabend erst einmal von sich. „Ich will den Abend einfach genießen. Über Hamburg können wir dann in der kommenden Woche sprechen“, sagte der Spanier nach dem so wichtigen 106:85 (65:44)-Heimerfolg über die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga mit einem Lächeln. Die Erleichterung über den siebten Erfolg in der Liga war dem 40-Jährigen anzusehen. Das Auswärtsspiel bei den Hamburg Towers an diesem Samstag (18.30 Uhr) war in der mit 6200 Zuschauern erneut ausverkauften großen EWE-Arena kein Thema.

Baskets Oldenburg - BG Göttingen 106:85

Baskets Oldenburg: Russell 22/5 Dreier, Crandall 15/1, Ogbe 15/2, Agbakoko 14, Wank 14/2, Brown Jr. 13/3, Izundu 6, Schoormann 4, F. Hemschemeier 3/1, Evin (nicht eingesetzt).BG Göttingen: Hume 26/6, Ensminger 15/3, Silins 11, Zugic 8/1, Mönninghoff 7/1, Rich 7, Anticevich 4, Gibson 4, P. Hemschemeier 3/1, Hartwich.

Rebounds: Oldenburg 43/Göttingen 22.Assists: Oldenburg 27/Göttingen 16

Brachte Rasta Vechta mit seinem Dreier in die Verlängerung: Joschka Ferner (links) wird von seinen Teamkollegen Johann Grünloh und Joel Aminu gefeiert.

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Der Befreiungsschlag

Fans und Spieler feierten vielmehr ausgelassen den Sieg im Niedersachsen-Derby. Schließlich hatte es zu Hause schon länger keinen Grund zur Freude mehr gegeben. Der letzte Heimsieg im deutschen Oberhaus datierte vom 20. Oktober gegen die Rostock Seawolves. In den vergangenen zehn Spielen kassierten die Baskets acht Niederlagen. Umso wichtiger war nun der Befreiungsschlag gegen die ebenfalls kriselnde BG – nicht nur tabellarisch, sondern vor allem für den Kopf. „Das war richtig wichtig. Wir haben zuletzt zu oft die gleiche Situation durchlebt. Aber das ist die Realität. Das können wir nicht bestreiten“, erklärte Calles: „Sie können mir glauben, dass die Jungs wirklich hart für jeden Sieg arbeiten. Umso mehr freut es mich für sie, dass sie jetzt wieder das Gefühl eines Erfolgs erleben können.“

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Die Moral

Auch Lukas Wank wusste, wie viel der Erfolg nach zuletzt drei Niederlagen in Serie Wert war. „Irgendwann musste es ja passieren. Wir haben es heute geschafft, konstanter zu spielen“, sagte der Flügelspieler, der mit 14 Punkten einen großen Anteil am Sieg hatte. Sechs Baskets-Spieler punkteten gegen die Göttinger zweistellig. Im dritten Viertel hatten die Oldenburger eine kleine Schwächephase, die anders als in den vergangenen Partien jedoch nicht den Sieg kostete. „Wir haben es diesmal geschafft, wieder zurückkommen, uns aus diesem Loch zu ziehen und unsere Führung zu verteidigen. Wir sind fast über 40 Minuten nur am Ackern gewesen“, hob Wank die Moral heraus. Dabei mussten die Oldenburger auch gegen die BG auf die seit längerem verletzten Kräfte Max DiLeo, Alen Pjanic, Deane Williams, Brekkott Chapman und Charles Manning Jr. verzichten. Dazu waren auch nicht alle übrig gebliebenen Profis bei hundert Prozent. „Ich möchte noch mal herausstellen, dass sich einige Spieler von uns angeschlagen und nicht ganz fit für das Team aufgeopfert haben. Dafür bedanke ich mich“, stellte Calles klar. Darunter sei auch DeWayne Russell gewesen, der mit Schmerzen gespielte habe, so der Coach. Dennoch war der Spielmacher mit 22 Punkten der beste Scorer der Baskets.

Das Erfolgsrezept

Neben der Moral lief auch spielerisch vieles rund. Die Oldenburger gewannen das Reboundduell deutlich (43:22) und ließen den Ball viel besser laufen. Die Baskets verteilten 27 Assists (Göttingen 16), allein Geno Crandall legte 14 Bälle auf – Karrierebestwert in der Bundesliga. „Wir haben gekämpft, dafür wurden wir belohnt. Heute haben wir unsere Würfe getroffen und eine gute Defensive gespielt. Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu“, erklärte Wank. In den vergangenen Partien haderten die Baskets oft mit der Quote aus dem Dreier-Bereich und ließen selbst viele Würfe aus der Distanz zu. Am Samstag gewannen die Hausherren das Dreierduell mit 51,9 Prozent (14/27), während sie die Gäste bei 39,3 Prozent hielten (11/28). Und als Bonus gewann auch Oldenburgs Fritz Hemschemeier das Bruderduell gegen Göttingens Peter Hemschemeier: Beide erzielten einen Dreier, Fritz aber sammelte dazu auch einen Steal.

Blicken gemeinsam in eine hoffentlich erfolgreichere Zeit: Baskets-Trainer Pedro Calles (links) und der derzeit verletzte Kapitän Max DiLeo (hier beim Spel bei der BG Göttingen im April 2023)

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