Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben den Sprung auf Tabellenplatz drei verpasst. Der Basketball-Bundesligist unterlag am Samstagabend RP Ulm mit 75:93 (41:41). Mit einem Sieg hätte das Team von Trainer Mladen Drijencic an Alba Berlin (Platz 2) oder Bayern München (3) vorbeiziehen können. Die beiden Tobclubs treffen an diesem Sonntag im direkten Duell aufeinander – der Verlierer der Partie hätte sich nach Abschluss des Spieltages hinter Oldenburg eingereiht.
In einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung erst drei Minuten vor Ende. Bester Werfer der Oldenburger war Keith Hornsby mit 23 Punkten.
Führung schmilzt
Phil Pressey, Karsten Tadda, Rickey Paulding, Philipp Schwethelm und Rasid Mahalbasic schickte Trainer Drijencic gegen Ulm aufs Parkett und diese erste Fünf startete gut in die Partie. Nach zwei Minuten führten die Baskets mit 4:0. Doch auch die Gäste fanden gefallen daran, mitzuspielen. Mitte des ersten Viertel lagen die Hausherren nur knapp mit zwei Zählern vorne (11:9/5. Minute).
Doch die Baskets erhöhten das Tempo. Oldenburg bewegte den Ball in den folgenden Minuten gut und stand defensiv sicher. Zwei schnelle Dreier von Hornsby sorgten für die erste zweistellige Führung (22:12/7.). Das Drijencic-Team hatte im Anschluss allerdings etwas Pech im Abschluss. Sowohl Martin Breunig als auch Tomislav Gabric prallten bei ihren energischen Versuchen Richtung Korb an der Ulmer Defensive ab, dazu schlichen sich kleine Fehler im Spielaufbau ein. Die Führung schmolz zum Viertelende auf fünf Punkte zusammen (26:21).
Dreier verfehlen Ziel
In den zweiten zehn Minuten blieb die Partie eng. Oldenburg verteidigte zwar seine Führung, doch die Gäste aus Baden-Württemberg blieben auf Tuchfühlung (35:28/15.). Die Baskets versuchten in der Folge ihr Glück aus der Distanz, aber die Dreier fielen nicht. Und so kam Ulm drei Minuten später wieder auf einen Punkt heran (35:34/18.). Mit der Schlusssirene gelang den Gästen durch einen Dunk von Cameron Clark sogar der Ausgleich (41:41).
Hornsby zum Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Ulmer schnell die erste Führung in der Partie, doch die Oldenburger glichen im Gegenzug aus. Die Partie wurde zusehends temporeicher. Beide Mannschaften suchten schnell den Abschluss. Die Ulmer hatten nun den Vorteil auf ihrer Seite. Die Baskets mussten nachziehen. Die Gäste erspielten sich Mitte des dritten Viertels eine kleine Vier-Punkte-Führung (49:45/24.), die Drijencic zu einer Auszeit zwang. Doch auch nach der kurzen Pause war Ulm weiter effektiver. Die Hausherren lagen nun mit sechs Zählern hinten – Oldenburg fehlte der Zugriff auf das Spiel.
In den letzten drei Minuten des dritten Viertels meldeten sich die Baskets dann aber wieder zurück. Unter anderem Mahalbasic und Hornsby brachten ihr Team wieder auf einen Punkt heran (56:57/28.). In einer wilden letzten Minute gelang Oldenburg durch einen Dreier von Hornsby der Ausgleich zum 61:61.
Entscheidung fällt in den Schlussminuten
Das Schlussviertel begann so, wie das dritte Viertel aufgehört hatte: wild. Die Führung wechselte im Sekundentakt – in den Schlussminuten zogen die Ulmer jedoch davon und bauten den Vorsprung allmählich aus. Oldenburg lief drei Minuten vor Ende der Partie einem Sieben-Punkte-Rückstand hinterher (70:77/37.) Die Baskets konnten das Spiel nicht mehr zu ihren Gunsten drehen und unterlagen am Ende doch noch deutlich mit 75:93.
